Cheyenne Loch fehlt noch das nötige Glück.
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Cheyenne Loch fehlt noch das nötige Glück.

Snowboard: Cheyenne Loch auch in Carezza Vierte

Sturz kostet Loch Stockerl-Platz

  • vonSofia Eham
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Auch in ihrem zweiten Rennen nach ihrem Comeback hat Cheyenne Loch das Stockerl nur hauchzart verpasst. Ein Sturz im Halbfinale kostete sie wohl einen sicheren Platz auf dem Podest.

Neuhaus/Carezza – Wer nach langer Verletzungspause in den Weltcup zurückkehrt, kann sich eigentlich über Top-Ten-Platzierungen freuen. Landet ein Sportler in den ersten beiden Rennen jedoch gleich zweimal auf dem vierten Platz, hinterlässt das einen kleinen, bitteren Beigeschmack. So auch bei Cheyenne Loch, der Alpin-Boarderin vom SC Schliersee. Ein Sturz im Halbfinale sowie ein hauchdünner Rückstand im Rennen um Platz drei beim zweiten Weltcup der Saison im italienischen Carezza verhindern erneut ihre Podiumsplatzierung. „Es ärgert mich schon“, sagt sie dazu.

Der Ärger beruht vor allem darauf, dass ihr einmal mehr zwei hervorragende Qualifikationsläufe gelangen: In der Gesamtzeit war sie die Schnellste und zählte damit durchaus zu den Favoritinnen auf einen Stockerl-Platz. „Die Quali war richtig entspannt – ich war fast ein bisschen überrascht über die Bestzeit“, erzählt Loch. Entsprechend startete sie im Achtelfinale gegen die 16. aus der Qualifikation, Annamari Dancha (Ukraine), und schlug diese deutlich. Auch das Viertelfinale gegen die Schweizerin Jessica Keiser entschied die Neuhauserin für sich.

Es schien alles gut zu laufen. Auch im Halbfinale gegen Ladina Jenny aus der Schweiz erwischte Loch den besseren Start. Doch die 26-Jährige blieb an einem Tor hängen, stürzte und verpasste so den Einzug ins Finale. Im kleinen Finale um Platz drei traf sie – wie schon am vergangenen Samstag in Cortina d’Ampezzo – auf ihre Teamkollegin Selina Jörg. Mit einem hauchdünnen Rückstand von gerade einmal sechs Hundertstelsekunden musste sich Loch auch in diesem kleinen Finale Jörg geschlagen geben.

Loch: Noch kleine Blockade im Kopf

Es sind nur Kleinigkeiten, die Loch für ihren ersten Stockerl-Platz in dieser Saison noch fehlen. Neben dem bekannten Quäntchen Glück spielte auf der harten und schlagigen Piste auch das lädierte Sprunggelenk eine Rolle. „Ich mag nicht sagen, dass es nur an den schwierigen Verhältnissen und der hohen Belastung lag“, sagt Loch und führt fort: „Aber ich habe bei solchen Bedingungen im Kopf einfach noch eine Blockade.“ Nichtsdestotrotz war die Neuhauserin wieder am mannschaftlich starken Ergebnis maßgeblich beteiligt. Ihre Teamkolleginnen Ramona Hofmeister und Jörg landeten auf den Rängen eins und drei, Jenny wurde Zweite.

Mit dem Parallel-Riesenslalom in Carezza verabschieden sich die Raceboarderinnen von Snowboard Germany in die Weihnachtsferien. Erst nach den Feiertagen starten sie wieder ins Training und bereiten sich auf das nächste Rennen am 9. Januar in Scuol (Schweiz) vor. Vielleicht hat Loch dann das Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

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