Den Vize-Titel sicherte sich Leon Beckhaus vom SC Miesbach bei der Deutschen Meisterschaft.
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Den Vize-Titel sicherte sich Leon Beckhaus vom SC Miesbach bei der Deutschen Meisterschaft.

Snowboardcrosser des SC Miesbach will zu Winterspielen

Beckhaus deutscher Vize-Meister, aber mit Saison nicht zufrieden

  • vonEwald Scheitterer
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Ein versöhnlicher Saisonabschluss ist Boardercrosser Leon Beckhaus vom SC Miesbach gelungen. Auf der Reiteralm holte der den Vize-Titel bei der Deutschen Meisterschaft.

Miesbach – „Das war für mich wirklich ein schöner Saisonabschluss“, freut sich der Boardercrosser Leon Beckhaus (SC Miesbach) über seinen Titel als deutscher Vize-Meister 2021. Hinter Martin Nörl belegte der Münchner bei den Rennen, die jüngst auf der Reiteralm nahe Schladming ausgetragen wurden, Rang zwei. Im gleichzeitig ausgetragenen Nations Cup wurde Beckhaus guter Sechster. Insgesamt ist der 23-Jährige freilich mit seiner Weltcup-Saison 2020/21 „nicht ganz zufrieden“.

Irgendwie auch verständlich, ist er doch in der Weltrangliste nun auf Platz 31 abgerutscht. Dabei wurde er noch im Jahr 2020 auf Rang 22 geführt, 2019 sogar auf 19. „Teilweise gelang es mir heuer schon in einzelnen Läufen, zu zeigen, was ich kann. Insgesamt fehlte meinen Leistungen aber leider die Konstanz“, gibt Beckhaus unverblümt zu. Ins große Weltcup-Finale im Schweizer Veysonnaz, damals noch auf Platz 33, war er nur mit Glück hineingerutscht. Dabei profitierte er von dem verletzungsbedingten Ausfall eines Bulgaren, um noch unter die dort startberechtigten Top 32-Athleten der internationalen Elite zu kommen. Gewertet wurde er letztlich dann auf Rang 17, sein insgesamt bestes Saisonergebnis in einem Weltcup.

Auch wenn die zurückliegende Weltcup-Saison – „von den Resultaten her“ – eher schlechter ausgefallen ist als die beiden zurückliegenden Winter, sieht Beckhaus seine sportliche Entwicklung „auf jeden Fall ansteigend. Es haben halt nur die Top-Ergebnisse gefehlt“. Dass dann insgesamt nicht mehr für ihn herausgesprungen ist, führt er auch auf die relativ wenigen Weltcups im vergangenen Winter zurück: „Bei nur sechs Rennen im ganzen Winter schlägt jedes einzelne Ergebnis gleich voll auf die Gesamtbilanz durch.“

Normalerweise wäre für Beckhaus jetzt nach Saisonende Urlaub angesagt, aber „das ist in Corona-Zeiten etwas schwierig. So werde ich wohl nur zu Hause ein paar Tage die Füße hochlegen“. Darüber hinaus bastelt er fleißig an seinem Studium des Bauingenieurwesens weiter. Da will er demnächst noch das fünfte Semester erfolgreich ablegen.

Ansonsten richtet er seinen Blick bereits auf den Olympia-Winter 2022. „Und bei den Spielen im Februar in China will ich unbedingt dabei sein.“ Da der sonst übliche Test-Event an einem neuen Olympiaort heuer coronabedingt ausgefallen ist, wurde bereits für Dezember 2021 ein Weltcup auf dem olympischen Kurs angesetzt. Auch darauf ist der Fokus von Leon Beckhaus ausgerichtet, wenn bereits Ende April die Vorbereitung auf die nächste Saison der Snowboardcrosser wieder losgeht.

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