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Max Sohnius fährt am Sachsenring aufs Podium

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Von: Sebastian Grauvogl

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Max Sohnius, Hungaroring, ADAC Junior-Cup
Schräglage: Max Sohnius aus Hausham (vorne) hatte mit der großen Hitze am Hungaroring seine Mühe und fuhr beim ADAC Junior Cup nur auf Rang acht. © Horn/KN

Hausham - Motorradrennfahrer Max Sohnius geht als Meisterschafs-Zweiter  im ADAC Junior-Cup in die Sommerpause. Nach Platz acht am Hungaroring ist er am Sachsenring nochmal aufs Podium gefahren.

Jeder, der im Sommer Motorrad fährt, weiß, wie heiß es unter Helm und Anzug werden kann. Der Hitzestau, den Max Sohnius jetzt beim dritten Lauf zum ADAC Junior-Cup auf dem Hungaroring nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest erlebt hat, ist für Hobbyfahrer aber eigentlich unvorstellbar. „Es war sehr schwer, sich voll zu konzentrieren, weil die Hitze im Helm und unter der Lederkombi immer unausstehlicher wurde“, berichtet der 15-Jährige aus Hausham.

Dennoch gab er seiner KTM im Qualifying ordentlich die Sporen, um einen guten Startplatz fürs Rennen zu ergattern. Doch seine Mühen wurden nicht belohnt. Nachdem er im ersten Zeittraining auf Platz fünf fuhr, fiel der Haushamer am Nachmittag auf Rang sieben zurück. „Nachdem ich es am Nürburgring aber von Startplatz acht aufs Podest geschafft hatte, habe ich mir noch ganz gute Chancen für das Rennen ausgerechnet“, sagt er.

Wenn da nicht die Aufregung gewesen wäre. Sohnius wollte schon am Start Positionen gutmachen, um seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung gegen seinen punktgleichen Konkurrenten zu verteidigen. Doch die Nervosität machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Der 15-Jährige büßte sogar noch einmal vier Plätze ein. Seine anschließende Aufholjagd endete dann in einer Dreiergruppe, die sich um Rang sechs stritt. Sohnius überholte auch diese Fahrer schnell, bot ihnen aber just in der letzten Runde einen Windschatten, den diese auch eiskalt ausnutzten.

Der Haushamer versuchte noch einmal alles, seine Position zurückzuerobern, bremste dabei aber zu spät und rutschte bis auf Platz acht ab. „Ein sehr enttäuschendes Ergebnis“, sagt er. Trotzdem kassierte er die zehn Punkte für Rang sechs, weil die beiden Gaststarter vor ihm nicht gewertet wurden. Sein Mindestziel, die Verteidigung des zweiten Platzes in der Meisterschaft, hatte Sohnius damit trotz Hitzeproblemen gewahrt.

Umso selbstbewusster reiste der 15-Jährige dann zum Rennen an den Sachsenring. Für den ADAC-Junior der unumstrittene Höhepunkt der Saison, denn hier fanden sich zeitgleich die Stars der MotoGP – der Königsklasse des Motorradsports – ein. „Vor den Augen unserer Vorbilder und einem riesigen Publikum zu fahren, ist etwas ganz besonderes“, schwärmt Sohnius. Doch die Anwesenheit von Valentino Rossi & Co. hatte auch ihre Schattenseiten. So war der Zeitplan derart eng getaktet, dass die Junioren auf ihr freies Training verzichten und direkt in die Qualifikation starten mussten. Das wirkte sich auch auf Sohnius aus, der im ersten Teil des Zeitfahrens mit einer falschen Übersetzung unterwegs war und dabei mit Platz zehn deutlich hinter seinen Erwartungen zurückblieb. Nach einer kleinen Schraub-einheit am Bike lief es im zweiten Quali-Abschnitt deutlich besser und der Haushamer fuhr noch auf Startplatz sieben nach vorne.

Dass er im Rennen sogar als Fünfter in die erste Kurve einlenkte, hatte er seinem guten Start zu verdanken. Trotz der voll besetzten Tribünen blieb Sohnius auch in den folgenden Runden cool und biss sich in einer Dreiergruppe fest. Immer wieder tauschten die Junioren die Plätze vier bis sechs untereinander aus. Als dann auch der bereits enteilte Drittplatzierte nach einem Ausritt ins Kiesbett plötzlich wieder in Reichweite war, mobilisierte Sohnius noch einmal alle Kräfte seiner KTM, um doch noch den Sprung aufs Podium zu packen. „Ich habe es geschafft, meine vierte Position zu verteidigen und wollte dann in der letzten Runde angreifen“, erzählt der 15-Jährige. Doch daraus wurde nichts. Sein Konkurrent konnte vor den Kurven später bremsen und ließ sich damit nicht mehr überholen.

Dafür half Sohnius einmal mehr das Glück aufs Podest. Weil er den Luftfilter an seinem Motorrad unerlaubt verändert hatte, nahm die Rennleitung den Drittplatzierten nachträglich aus der Wertung. „Da bin ich um einen Rang nach vorne gerutscht“, erzählt Sohnius. Damit beschließt der Haushamer die erste Saisonhälfte nun auf Platz zwei der Meisterschaft. Und den will er beim nächsten Rennen in Assen (Niederlande) Mitte August auch verteidigen.

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