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Deutsche Meisterin: Sabrina Zeug (M.) aus Hausham.

Haushamerin ist Deutsche Meisterin im Steinstoßen

Sabrina Zeug setzt neuen Maßstab 

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Sabrina Zeug von der SG Hausham ist Deutsche Hallen-Meisterin im Steinstoßen – und das mit einer außerordentlichen Leistung. Da sagt sogar ihrer strenger Trainer Hans Zenzinger: „Sabrina war wirklich saugut.“

Mannheim – Hans Zenzinger geht mit Lob in der Regel sparsam um. Aber diesmal hielt sich Haushams Leichtathletik-Trainer nicht zurück. „Sabrina war wirklich saugut“, sagt der 74-Jährige. In der Tat, denn Sabrina Zeug holte sich den Deutschen Meistertitel im Steinstoßen. Und nicht nur das, die Haushamerin gewann bei den Hallen-Meisterschaften des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauziehverbands in Mannheim nicht nur im Mittelgewicht (bis 78 Kilo), sondern setzte mit ihren 13,48 Metern einen neuen Maßstab.

Die Vorbereitung auf die Meisterschaft hatte es in sich. Die 26-Jährige trainierte sich innerhalb von vier Wochen von 81 auf 78 Kilo herunter. Doch erst nach dem Wiegen im Olympiastützpunkt Mannheim stand fest, wer zu ihren Konkurrentinnen gehören würde. Einige Teilnehmerinnen des vergangenen Jahrs rutschten über die 78 Kilo und mussten bei den Schwergewichten starten. Zudem plagte Zeug kurz zuvor eine Erkältung. „Aber sie hat sich gut stabilisiert“, sagt Zenzinger.

Aber dass die 26-Jährige den Wettkampf derart dominieren würde, hat selbst ihren Trainer überrascht. Zeug überbot ihre persönliche Bestmarke um 48 Zentimeter. „Sabrina steigert sich systematisch“, sagt Zenzinger. In Mannheim kam keine andere Werferin an die 13-Meter-Marke heran. Nicht einmal Luise Weber vom ASV Erfurt, die sich zuletzt zwei Mal in Folge den Titel holte. „Sie war die letzten zwei Jahre mit dem Stein unschlagbar“, sagt Zenzinger. Während Weber mit Kraft stößt, konterte Zeug in Mannheim mit ihrer ausgezeichneten Technik. Als eine der wenigen beherrscht die Haushamerin diese mittlerweile nahezu perfekt. „Steinstoßen ist eine Kombination aus Speer-Anlauf und Kugel-Abstoßtechnik“, erklärt der Trainer. Und das gelingt nur wenigen, denn viele Athletinnen haben den Speer nicht in ihrem Repertoire. Zeug aber tritt in allen Wurf-Disziplinen an. „Wir haben diese Technik fünf Jahre lang trainiert.“ So erntete Zenzinger viel Lob der anderen Trainer. Und es überraschte auch nicht, dass Zeug am Ende in allen Gewichtsklassen gewann. Für ihre außergewöhnliche Leistung bekam die Haushamerin einen Sonderpokal überreicht.

Unter den rund 300 Teilnehmern in Mannheim war auch Zenzingers zweiter Schützling Christina Stumböck. Sie wurde in der Juniorenklasse Vierte. Auch Stumböck gelang mit 11,17 Metern eine neue persönliche Bestleistung. „Ein bisserl mehr wäre möglich gewesen, wenn die Nerven besser mitgespielt hätten“, meint Zenzinger. „Die letzten Trainingsergebnisse sprachen für mehr.“ Durch die momentane schwierige Trainingszeitenphase – Stumböck absolviert in Wasserburg ein duales Studium – fehlt jedoch die technische Sicherheit und damit die Konstanz.

In den nächsten Wochen wird Zenzinger mit seinen beiden Werferinnen einige Lehrgänge besuchen, leichtes Kraftaufbau-Training und Gymnastik machen. Die Freiluft-Saison beginnt dann Anfang Mai. 

jpa

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