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Titel souverän verteidigt: Zeug erneut deutsche Steinstoß-Meisterin

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Strahlende Siegerin: Bereits zum vierten Mal in Folge sicherte sich Sabrina Zeug (M.) den Deutschen Meistertitel im Steinstoßen. Zweite wurde Katharina Schiele (r.) vor Lucie Holzapfel.
Strahlende Siegerin: Bereits zum vierten Mal in Folge sicherte sich Sabrina Zeug (M.) den Deutschen Meistertitel im Steinstoßen. Zweite wurde Katharina Schiele (r.) vor Lucie Holzapfel. © Ludwig Stuffer

Sie kam, sah und siegte: Souverän hat Sabrina Zeug von der SG Hausham ihren Titel als Deutsche Meisterin im Steinstoßen verteidigt.

Hausham – Sie kam, sah und siegte: Sabrina Zeug von der SG Hausham ist die neue und alte Deutsche Meisterin im Steinstoßen der Frauen. Bei den nationalen Hallen-Titelkämpfen in Erfurt/Thüringen feierte sie einen überlegenen Triumph.

Längst ist Sabrina Zeug eine sehr erfolgreiche Leichtathletin – aber auch in den Wettkämpfen und Meisterschaften des Deutschen Rasenkraftsport- und Tauziehverbandes ist sie ganz steil nach oben geklettert, zumal sich viele Wettbewerbe gut mit den teils gleichen Disziplinen und verwandten Techniken kombinieren lassen. In ihrer nun bereits vierten Saison als Rasenkraftsportlerin fiel die Erfolgsausbeute heuer wegen der Corona-Pandemie zwar weit kleiner aus, allerdings bestätigte sie nun erneut, dass sie die Deutsche Nummer eins ist. In der Saison 2017 wurde sie bereits im Sommer nationale Titelträgerin im Steinstoßen. 2018 und 2019 ging die Erfolgsgeschichte weiter: Sie wurde jeweils in der Halle und im Freien Deutsche Meisterin im Steinstoßen, Dreikampf und Gewichtwurf. Nach dem Ausfall aller Deutschen Titelkämpfe im Sommer fanden heuer lediglich die Meisterschaften im Steinstoßen statt.

Ohne Corona wäre das Ereignis bereits Anfang März gewesen, deshalb „waren wir nun froh, dass wenigstens diese Meisterschaften waren“, sagte Trainer Hans Zenzinger. „Der Termin war zum einen unser letzter Saison-Start und zum anderen verwirklichten wir diesen Termin als einen echten Höhepunkt“, freute sich der 75-Jährige, der die knapp fünfstündige Fahrt gerne auf sich nahm.

In der Klasse der Frauen über 78 Kilogramm Körpergewicht mussten ihre Konkurrentinnen schnell feststellen, dass der Weg zu Gold nur über Zeug stattfinden würde. „Wir hatten ja eigentlich vor, dass Sabrina ihren persönlichen Rekord vom Vorjahr mit 13,48 Meter angreifen würde, doch dies wollte diesmal nicht ganz klappen“, verriet Zenzinger – obwohl das Einstoßen „rekordverdächtig“ gewesen sei.

Der erste Versuch ging dann allerdings daneben: Ein Stolperer im Anlauf verwehrte einen perfekten Auftakt der Haushamerin. Doch dann nahm der Kurs auf Gold seinen perfekten Lauf: Bei ihrem guten zweiten Versuch zwickte eine kleine Verletzung zwischen Achillessehne und Wadenmuskel, doch im letzten Anlauf katapultierte sie das Fünf-Kilogramm-Wurgerät auf die Tagesbestweite. Zuvor war ihr Sieg übrigens nie gefährdet. Mit 13,04 Metern wurde sie souverän neue – und natürlich alte – Deutsche Meisterin. Damit verteidigte sie ihren Titel deutlich vor Katharina Schiele vom RKS Phoenix Mutterstadt mit 12,19 Metern und Lucie Holzapfel von der DJK Aschaffenburg mit 11,87 Metern.

Trotz des verpassten Ziels, ihren Rekord zu verbessern, freute sich Zeug bei der Siegerehrung riesig über den Titel. Denn die nächstplatzierten Athletinnen sind längst keine Unbekannten: Schiele ist auch in der Leichtathletik eine sehr starke Kugelstoß-Konkurrentin auf süddeutscher Ebene und Holzapfel ist aktuell sogar die beste Hammer- und Gewichtwerferin Deutschlands. „So ein Deutscher Meistertitel nach dieser schwierigen Saison ist eine Super-Leistung“, freute sich Trainer Zenzinger überglücklich.

Gold zeichnet nicht nur einen Erfolg aus, sondern ist längst ein ganz großes Zeichen für riesigen Fleiß, harte Trainingsarbeit eines enormen Zeiteinsatz. Zeug hatte aber einen weiteren guten Grund zur Freude: „Jetzt ist erst mal eine Pause, bevor das Training für nächstes Jahr wieder beginnt.“

Ludwig Stuffer

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