1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landkreis Miesbach

Teil des Marcel-Hirscher-Tross’: Martin Auracher im Team des Technik-Stars

Erstellt:

Von: Julia Pawlovsky

Kommentare

null
Prominente Gäste: Max Merkel (l.) und Martin Auracher (2.v.r.) behandeln im Osteozentrum Schliersee den deutschen Speed-Spezialisten Andreas Sander und die Südtiroler Skirennläuferin Johanna Schnarf. © Thomas Plettenberg

Seit dem vergangenen Sommer gehört der Osteopath Martin Auracher zum Team des österreichischen Skifahrers Marcel Hirscher. Auch bei der WM in Are ist er an seiner Seite.

Schliersee – Martin „Mascht“ Auracher ist in diesem Winter ganz schön rumgekommen. Von Levi führte ihn sein Weg unter anderem über Beaver Creek, Val d’Isere, Wengen, Kitzbühel und Schladming nach Åre. Der Physiotherapeut, Heilpraktiker und Osteopath gehört seit vergangenem Sommer zum persönlichen Betreuerstab von Marcel Hirscher. Am Mittwoch flog Auracher mit dem siebenmaligen Gesamtweltcup-Sieger aus Österreich zu den Alpinen Skiweltmeisterschaften nach Schweden.

Zustande kam der Kontakt über das Osteozentrum, in dem Hirscher schon seit rund sieben Jahren bei Auracher in Behandlung ist. Seit Beginn dieser Saison reist der 56-Jährige aus Fischbachau nun mit dem Salzburger von Weltcup-Rennen zu Weltcup-Rennen. Seine Patienten in Schliersee kommen deshalb aber nicht zu kurz. „Marcel reist immer erst spät zu den Rennen.“ Der Osteopath ist daher meist auch nur von Freitag bis Sonntag unterwegs.

Denn im Osteozentrum gibt es viel zu tun, die Praxis ist voll. Eine Patientin hat sich am Mittwoch vorübergehend verabschiedet. Skirennläuferin Johanna Schnarf beendete mit Aurachers Abflug nach Åre ihre fünfwöchige Reha. „Ich komme aber Anfang April noch mal für ein, zwei Wochen“, sagt die Südtirolerin, die im November in Copper Mountain (USA) während eines Trainings schwer stürzte und sich das Schien- und Wadenbein brach.

Die 34-Jährige war zuvor schon bei Auracher in Behandlung. „Ich habe seit der Saison 2012/13 Knieprobleme, und es ist immer nichts weitergegangen“, erklärt Schnarf. Im Osteozentrum hat es dann geklappt. „Seitdem bin ich regelmäßig hier.“ Zwischen den Weltcup-Rennen macht sie einen Abstecher an den Schliersee. „Die Fahrerei nehme ich gerne in Kauf. Es ist wunderschön hier, das trägt zur Heilung bei“, sagt sie. Da der italienische Verband in Mailand sitzt, ist Schliersee für die Südtirolerin näher, und so absolvierte sie hier auch die Reha. „Ich fühle mich super betreut. Mascht ist immer so positiv und es geht was weiter.“ Während der fünf Wochen pendelte Schnarf nicht, sondern nahm sich eine Ferienwohnung in Schliersee. „Da koche ich abends immer.“

Andreas Sander wohnt im Allgäu, arbeitet aber derzeit in der Hubertusklinik in Bad Wiessee an seinem Comeback. Der deutsche Speed-Spezialist riss sich Ende Dezember im Trainingslauf zur Abfahrt in Bormio das Kreuzband. Zu den Behandlungen kommt er nach Schliersee zu Aurachers Kompagnon Max Merkel. „Ich habe mir vor sechs Jahren ja schon mal das Kreuzband gerissen“, sagt der 29-Jährige. „Seitdem bin ich beim Max.“ Auch Sander wohnt wie Schnarf nicht ums Eck. „Das ist vom Allgäu schon eine ewige Fahrerei“, sagt er. „Aber die nehme ich gerne auf mich.“ Sander fühlt sich gut und ist zuversichtlich, nächste Saison wieder im Weltcup angreifen zu können.

Auch Schnarf hofft auf ein Comeback. „Eigentlich wollte ich nach der Saison aufhören“, sagt die 34-Jährige. „Åre war damals meine erste WM, und es sollte jetzt die letzte sein.“ Aber mit einer Verletzung will sie ihre Karriere nicht beenden. „Ich habe jetzt bis nächste Saison Zeit, mich zurückzukämpfen.“ Und das tut sie. „Ich bin sehr positiv.“

jpa

Auch interessant

Kommentare