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Volles Haus: An drei Tagen lieferten sich 402 Tischtennisspieler in der Landkreis-Sporthalle packende Ballwechsel

„So ein stark besetztes Turnier ist eine gute Vorbereitung auf die Punktspiele“

Erneut größtes Turnier Bayerns

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402 Spieler standen beim Neujahrsturnier der SG Hausham an der Platte. Lokalmatador Peter Schiege schaffte es als bester Landkreis-Teilnehmer bis ins Achtelfinale.

Hausham – Auch wenn die Teilnehmerzahlen beim Neujahrsturnier heuer geringfügig rückläufig waren, kann die Tischtennis-Sparte der SG Hausham für sich in Anspruch nehmen, Ausrichter des größten Turniers in Bayern zu sein. Exakt 402 Aktive standen an den drei Veranstaltungstagen in der Landkreis-Sporthalle in Hausham an den Platten. Und vor allem die Ballwechsel in der Königsklasse A sorgten für anhaltenden Applaus.

Der 13-jährige Bayernliga-Spieler Mike Hollo (Bild links) aus Kolbermoor ist die Hoffnung des Deutschen Tischtennisbunds. In Hausham kam er in der Königsklasse bis ins Viertelfinale.

Durch die Einteilung in verschiedene Leistungsgruppen war gewährleistet, dass sich in etwa gleichstarke Spieler messen. In der A-Klasse allerdings, die ab 1650 Punkten beginnt, ist der Unterschied groß. Selbst Weltranglistenspieler und Profis gehören dieser Kategorie an. Entsprechend laut wurde es in der Halle, als sich der erst 13-jährige Bayernliga-Spieler Mike Hollo aus Kolbermoor im Viertelfinale mit dem Bundesligisten Dwain Schwarzer vom SV Brackwede eine Topspin- und Blockschlacht lieferte. „Ich arbeite in München, und so ein stark besetztes Turnier ist eine gute Vorbereitung auf die Punktspiele“, erklärte Schwarzer, warum er extra aus Bielefeld angereist war.

Im Halbfinale aber stieß auch er an seine Leistungsgrenze. Vozicky Bohumil ist der Edelreservist des Erstliga-Dritten Post SV Mühlhausen und noch ein Stück besser als Schwarzer. Der Tscheche war auch im Endspiel gegen den Schwabhausener Regionalliga-Spieler Tom Sfiligoj eine Klasse für sich.

Aus der Region verkaufte sich Peter Schiege von der SG Hausham am besten. Der Landesliga-Akteur überstand die Gruppenspiele und drang bis ins Achtelfinale vor. Da Hollo auf einen Start in der Jugend verzichtete, war der Weg für einen seiner Klub-Kameraden frei. Maxi Loof aus Weyarn hat vor drei Jahren begonnen, intensiv an seiner Leistungsstärke zu feilen. Seit acht Monaten trainiert der 14-Jährige täglich.

Herbert Streibl hingegen ist der Beweis, dass der Sport mit der Zelluloidkugel auch im fortgeschrittenen Alter Spaß macht. Der Waakirchner, der mehr als 50 Jahre für die SF Gmund-Dürnbach aktiv war und heuer zum TV Bad Tölz wechselte, verletzte sich vor fünf Jahren schwer am Arm. Er erlernte darauf das Spiel mit der anderen Hand komplett neu und gewann nun in Hausham die Altersklasse 70. Auch Holger Drogan ging freudestrahlend aus der Halle. Der Miesbacher drang mit drei Siegen gegen punktbessere Gegner ins Finale der Kategorie A/B 50 vor. Erst der Oberligaspieler Hans Wiesböck aus Bad Aibling war ihm eine Nummer zu groß.

Die C/D-Gruppe gewann Drogans Vereinskollege Florian Ostermeier. Den Sieg in der C/D-Klasse der 60-er holte sich Klaus Harraßer vom SV Warngau. Im Doppel zeigten sich die Lokalmatadore Bernhard Hart und Stefan Bauer gut aufeinander abgestimmt. Sie eroberten den Titel in der Gruppe A/B 50. „Solange das Team dahinter steht, werden wir das Turnier ausrichten“, sagt SG-Spartenleiter Sepp Langenwalter. So wird auch im kommenden Jahr das größte Turnier Bayerns in Hausham stattfinden wird. 

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