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Der SC Wörnsmühl (in Blau), hier gegen die SG Hausham, tritt beim TuS Geretsried II an.

Fußball Kreisklasse 2

Überraschungen oben und unten: Kreisklasse bislang so ausgeglichen, wie lange nicht mehr

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So ausgeglichen, wie lange nicht mehr, ist die Fußball Kreisklasse 2. Überraschungen gibt es sowohl oben als auch unten.

Landkreis – Die Saison in der Fußball-Kreisklasse 2 läuft bisher anders, als es zu vermuten war. Nach dem zehnten Spieltag stehen mit dem TSV Sauerlach und dem SC RW Bad Tölz zwei Aufsteiger an der Tabellenspitze, während die langjährigen Kreisklassen-Mannschaften TSV Weyarn und SC Wörnsmühl im Abstiegskampf festhängen. Es ist wohl eine der ausgeglichensten Spielzeiten seit Langem. Für ein Zwischenfazit haben wir bei den Landkreis-Vereinen nachgefragt, wie zufrieden sie bisher mit dem Saisonverlauf sind.

„Aus meiner Sicht läuft alles wie erwartet“, sagt Rottach-Egerns Trainer Holger Fritz. „Die Favoriten stehen vorne. Nur hinten stehen ein paar Teams, mit denen ich nicht gerechnet habe.“ Sein Team ist derzeit punktgleich mit dem FF Geretsried. Das Ziel der Rottacher ist nach wie vor der Klassenerhalt, auch wenn sich der ein oder andere wohl mehr erhofft hat. „Nach der durchwachsenen Vorbereitung und überdurchschnittlich vielen Ausfällen, lichtet sich so langsam das Lazarett“, sagt Fritz. Mit besserer Trainingsbeteiligung hofft der FC nun zur alten Stärke zurückzufinden.

Die größte Überraschung in dieser Saison ist wohl der SC Wörnsmühl, der vergangene Saison als bestes Team des Landkreises nur um wenige Punkte den Aufstieg verpasste. Derzeit liegen die Leitzachtaler mit sechs Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt“ sagt Sprecher Franz Thanner. „Aber aufgrund der zahlreichen Ausfälle seit Saisonstart fällt es uns schwer, wieder in die alte Spur zu finden.“ Dass die Liga-Neulinge vorne stehen, wundert Thanner aber nicht: „Die Aufsteiger haben die Euphorie aus der letzten Saison mitgenommen und stehen dadurch berechtigt vorne.“ Trotz der fehlenden Quantität will Wörnsmühl bis zur Rückrunde noch jeden möglichen Punkt mitnehmen und in der zweiten Saisonhälfte mit dem erhofften breiten Kader die nötigen Siege einzufahren, um am Ende über dem Strich zu stehen.

„Die Liga ist echt verrückt und erwartet schwer, da die Leistungsdichte heuer sehr stark ist“, sagt auch DJK Darchings Coach Patrick Lachemeier. „Die Hinteren holen Punkte gegen die Vorderen, und es gibt immer wieder Ergebnisse, mit denen keiner rechnete.“ Über die Trainingsbeteiligung und dem aktuell achten Platz beklagt sich der Coach nicht, allerdings stellt ihn die Entwicklung seiner Mannschaft nicht zufrieden. „Wir sind bisher nicht konstant genug und schaffen es nicht, unser Potenzial im Spiel umzusetzen.“ Mit Marinus Epp fehlt den Darchingern seit Beginn der Saison ein wichtiger Spieler, der nicht einfach zu ersetzten ist. Die weiteren Ausfälle sind für eine kleine Mannschaft wie die DJK schwer, zu kompensieren. Als Favoriten für den Aufstieg nennt Lachemeier die SG Hausham und den TSV Sauerlach.

Ganze sieben Mal spielte der TSV Weyarn bislang unentschieden. Einige werden in den Geschichtsbücher blättern müssen, wann zuletzt eine Mannschaft nach neun Spielen und zwei Niederlagen mit nur sieben Punkte da stand. „Wir haben grundsätzlich einen guten Kader, allerdings sprechen die Ergebnisse nicht dafür“, analysiert Weyarns Zweiter Vorsitzender Florian Butzenberger. „Es müssen jetzt dringend Siege her.“ Überraschend findet der ehemalige Kapitän, dass sich der SC Wörnsmühl nach dem starken vergangenem Jahr so schwer tut. Auch dass sich Aufsteiger Rottach bisher so gut schlägt, hätte Butzenberger nicht erwartet. „Unser Saisonziel muss jetzt erst mal lauten, von unten raus zukommen und schnell ein Polster zu schaffen, um nichts mit dem Abstieg oder der Relegation zu tun zu haben.“

Die Haushamer sind mit den bisherigen Ergebnissen ganz zufrieden. „Unser Ziel war und ist, so lange um die Aufstiegsplätze mitzuspielen wie möglich“, sagt Vize-Abteilungsleiter Florian Fink. „Bis auf den etwas holprigen Start mit einer Niederlage und einem Unentschieden, wo wir uns selbst im Weg standen, sind wir nun im Soll.“ Nun wollen die Knappen weiter um die ersten Plätze kämpfen. „Die größte Überraschung ist für mich der SC Wörnsmühl, der sich aus meiner Sicht zu weit hinten in der Tabelle wieder findet.“

Es ist bisher eine unglaublich spannende Spielzeit, die die Kreisklasse mit sich bringt. Vor allem aus Sicht der Landkreis-Vereine ist zu hoffen, dass der SC Wörnsmühl endlich die Kurve kriegt, der TSV Weyarn wieder das Siegen lernt und dass, auch der FC Rottach-Egern weiter punktet, um der Liga auch nächstes Jahr erhalten zu bleiben. 

Der elfte Spieltag

TuS Geretsried II – SC Wörnsmühl Mit einem unangenehmen Auswärtsspiel auf Kunstrasen beim TuS Geretsried II muss der SC Wörnsmühl rechnen. „Sie sind der klare Favorit, denn wir konnten noch nie ein Spiel beim TuS gewinnen“, erklärt SC-Coach Sepp Riedl. Die Geretsrieder haben eine spielstarke Truppe mit einigen erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Nach dem ersten Saisonsieg gegen Bad Tölz wollen die Wörnsmühler nun weiter punkten. Allerdings muss Riedl auf vier kranke und verletzte Spieler verzichten. 

SV Bad Tölz – FC Rottach-Egern Eine richtungsweisende Partie findet zwischen dem SV Bad Tölz und dem FC Rottach-Egern statt. Um einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen, ist für die Rottacher ein Sieg beim Tabellenschlusslicht Pflicht. Der Ausfall von Torwart Domingo Grafunder wiegt nach wie vor schwer, doch einige Spieler kehren zurück. „Ich erwarte einen heißen Tanz, auf den wir gut vorbereitet sind“, sagt Trainer Holger Fritz.

BCF Wolfratshausen II – DJK Darching Bei der Auswärtspartie beim BCF Wolfratshausen II ist die DJK Darching gezwungen, umzustellen. Mit Christoph Lindmeier, Manfred Sitzberger und Vitus Jaschke fehlen drei wichtige Spieler. Dafür rücken Peter Hofstetter und Simon Schlagbauer nach. „Der BCF hat eine sehr gute Mannschaft, die bisher aus vier Heimspielen zehn Punkte geholt hat und somit zuhause noch ungeschlagen ist“, sagt DJK-Coach Patrick Lachemeier. Aufgrund des dezimierten Kaders wäre er mit einem Punkt zufrieden.

SC Gaißach – SG Hausham Mit komplettem Kader fährt die SG Hausham zum abstiegsgefährdeten SC Gaißach. „Die Mannschaft ist gut drauf, das spürt man in jeder Trainingseinheit“, sagt Vize-Abteilungsleiter Florian Fink. Nun gilt es so weiter zu machen, um den nächstes Dreier zu holen.

TSV Weyarn – SG Aying/Helfendorf Der TSV Weyarn empfängt die neu formierte Spielgemeinschaft Aying/Helfendorf. „Wir können nicht zufrieden sein mit den letzten zwei Ergebnissen“, sagt Kapitän Benjamin Bojaj. „Unsere Chancenverwertung ist momentan einfach zu schlecht. In jeder Halbzeit vermasseln wir uns in nur zehn Minuten das ganze Spiel.“ Mit der SG erwartet den TSV eine laufstarke Mannschaft mit guten Einzelspielern. Bei Weyarn fehlen Pascal Klumpp und Sinan Celik urlaubsbedingt. Die Einsätze von Maxi Leitner, Albert Michl und Julian Arndt sind fraglich.

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