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Hinz im Wadlbeißer über Olympia: „Das tut als Sportlerin schon weh“

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Am liebsten vorneweg Laufen will Vanessa Hinz zu Beginn der Olympia-Saison, um sich frühzeitig das Ticket für Peking zu sichern. Sie hat mit den Winterspielen in China aber auch ihre Probleme.
Am liebsten vorneweg Laufen will Vanessa Hinz zu Beginn der Olympia-Saison, um sich frühzeitig das Ticket für Peking zu sichern. Sie hat mit den Winterspielen in China aber auch ihre Probleme. © Sven Hoppe/DPA

Im Waldbeißer, dem Lokalsport-Podcast des Miesbacher Merkur, spricht Biathletin Vanessa Hinz unter anderem über die Winterspiele in Peking und die Bedeutung der Familie.

Schliersee – Vanessa Hinz befindet sich gerade im schwedische Östersund. Dort startet die Biathletin vom SC Schliersee in die Olympia-Saison 2021/22. Zuvor stand sie eine gute halbe Stunde im Wadlbeißer, dem Lokalsport-Podcast der Heimatzeitung, Rede und Antwort. Sie spricht unter anderem über…

…die Sommervorbereitung: „Die Vorbereitung beginnt Ende April mit ein bisschen selbstständigem Training, weil die erste Woche sonst ziemlich hart wird. Im Mai geht’s mit normalem Ausdauertraining los. Da bin ich die meiste Zeit in Ruhpolding. Wir haben Glück, wir können alles machen: Skirollern, Joggen, Rennradfahren, Mountainbiken oder Krafttraining.“

…ihr Hobby Triathlon: „Wenn du am Schliersee groß geworden bist und von klein auf diesen Alpentriathlon mitgemacht hast, dann geht das einfach in einen über. Triathlon hat für mich eine besondere Faszination und lässt sich mit dem Training gut verbinden.“

…die Unterstützung ihrer Familie: „Das bedeutet mir brutal viel. Ohne meine Familie wäre ich definitiv nicht da, wo ich jetzt stehe. Sie bringen mich zum einen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und zum anderen sind sie auch die Außenstehenden, die nicht die ganze Zeit mit dabei sind. Da siehst du die Dinge vielleicht noch einmal anders und meine Familie sieht auch, was ich das ganze Jahr über mache, und glaubt immer an mich.“

…ihren Lieblingsplatz im Landkreis: „Da gibt’s mehrere. Ich bin im Sommer gerne am Jägerkamp, weil man von dort so schön auf den Schliersee schauen kann. Oder auf dem Weinberg, da bin ich getauft worden und da steht auch meine Bank. Im Winter fahren wir oft auf den Spitzing und gehen da spazieren. Ich sitze aber auch gerne in Miesbach im Marktcafé, genauso gerne bin ich in Bayrischzell beim Langlaufen.“

…ihr Patenkind in Vietnam: „Ich habe als Kind immer alles bekommen, was ich wollte. Und irgendwann ist mir klar geworden, dass nicht jeder so ein Glück hat und dann dachte ich mir: ‚Wenn es mir gut geht, soll es auch anderen gut gehen’. Ich war in Vietnam im Urlaub und das Land hat mich fasziniert. Im Internet bin ich auf ,Plan International’ gestoßen und wollte das unterstützen. Thuy und ich schicken uns jedes Jahr mindestens einen Brief und halten uns auf dem Laufenden.“

…die Kritik an den Winterspielen in Peking: „Es fällt mir schon ein bisschen schwer, das muss ich ehrlich sagen. Ich bin dort, um Sport zu machen, und bin keine Politikerin. Aber natürlich schaue ich mir das an. Auf der einen Seite denke ich mir: ‚Wie kann man Olympische Spiele an einen Ort oder an ein Land vergeben, das eigentlich mit Wintersport nicht viel am Hut hat?’ Das tut mir als Sportlerin schon weh. Auf der anderen Seite ist das mit den Menschenrechten schlimm. Ich hoffe einfach, dass dadurch so ein Hallo-Wach entsteht. Für mich als Sportlerin sind Olympische Spiele mein Traum, den ich schon von klein auf habe. Ich durfte es schon einmal miterleben in Pyeongchang. Ich hätte mir mal gewünscht, dass es in einem Land stattfindet, in dem der Wintersport mehr zu Hause ist.“

Der Podcast

„Wadlbeißer – Der Lokalsport-Podcast des Miesbacher Merkur“ ist verfügbar auf Apple Podcasts, Spotify, Pocket Casts, Podcast.de, Deezer, Google und Amazon Music.

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