BIATHLON - Weltcup in Nove Mesto

Vanessa Hinz kämpft sich in der Verfolgung vor – Arnd Peiffer hadert mit Trefferquote

  • vonMichael Eham
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Schliersee/Holzkirchen – Es war der verflixte letzte Schuss in einem Rennen, der Vanessa Hinz am Samstag im Sprint von Nove Mesto misslungen war und ihr eine bessere Platzierung vermiest hat.

Zuvor versenkte die Schlierseerin neun Kugeln in Serie und hatte Aussichten auf eine Top-15-Platzierung. Am Ende wurde es nur der 23. Platz mit einem Rückstand von einer Minute und sieben Sekunden.

Damit ging Hinz am Sonntag in die Verfolgung, bei der sie eine gute Leistung zeigte und auf Rang elf nach vorne lief. Zwar konnte Hinz vor allem im Sprint läuferisch nicht unbedingt mit der Weltspitze mithalten, mit nur einem Fehler bei den beiden Schießeinlagen blieb der Rückstand allerdings im Rahmen.

Den Schießfehler vom Vortag ausgebügelt: Vanessa Hinz arbeitete sich gestern bei der Verfolgung zwölf Plätze nach vorne und wurde Elfte.

„In der Loipe ist es halt nur okay“, sagt die 28-Jährige selbstkritisch. Dennoch ärgert Hinz die eine Scheibe, die beim letzten Schuss im Stehen schwarz blieb. „Da war ich schon wieder in Gedanken auf der Loipe“, hadert die Biathletin vom SC Schliersee. „Das darf mir einfach nicht passieren.“ Damit verpasste Hinz auch eine bessere Ausgangsposition für die Verfolgung.

Am Sonntag zeigte die 28-Jährige dann ein starkes Rennen, in dem die Konkurrenz generell vermeintlich viele Fehler schoss. Keine der 58 Athletinnen, die den Wettkampf beendeten – Janina Hettich musste mit Magenproblemen aufgeben – blieb über vier Einheiten komplett fehlerfrei. Beim Start-Ziel-Sieg der Norwegerin Tiril Eckhoff wurde Denise Herrmann Zweite. Franziska Preuss komplettierte das zufriedenstellende Ergebnis der deutschen Mannschaft als Fünfte.

Schon in der Loipe merkte Hinz, dass sie auf gutem Skimaterial unterwegs war. „Ich hatte während des Rennens ein gutes Gefühl“, erzählt sie. Und weil sie auch in der Verfolgung einen Fehler im Stehen schoss, machte sie ordentlich Boden gut und lief zwölf Plätze nach vorne.

Insgesamt zeigte Hinz von allen Starterinnen die zehntbeste Leistung im Verfolgungsrennen. Damit machte sie das schlechte Abschneiden im Staffelwettbewerb am Donnerstag vergessen, bei dem sie mit dem gestiegenen Druck als zweite Läuferin nicht standhalten konnte.

Anders als die Frauen des DSV, die Zwölfte wurden, gewann die Männerstaffel um den Holzkirchner Arnd Peiffer am Freitag ihr Rennen. Den Schwung aus dem Überraschungserfolg im Team nahm Peiffer mit und zeigte einen hervorragenden Auftritt im Sprintwettbewerb. Ohne einen einzigen Fehler bei seinen zehn abgefeuerten Schüssen lief der 33-Jährige aufs Podium und wurde Dritter – nur vier Sekunden hinter dem Sieger Simon Desthieux aus Frankreich. Damit holte der gebürtige Niedersachse die fünfte Podiumsplatzierung in der laufenden Saison.

In der Verfolgung lief es für Peiffer weniger gut. Er musste sieben Plätze Verlust hinnehmen und wurde Zehnter. Ganz zufrieden mit diesem Ergebnis ist er „sicher nicht“, sagte Peiffer im Interview mit dem ZDF. Eine Trefferleistung von 85 Prozent sei zu wenig.

Heute steht für die Elite im Biathlon-Zirkus eine lockere Regeneration auf dem Programm. Nach dem „Verschnauftag“, wie Peiffer den Montag nennt, geht es wieder an die Wettkampfvorbereitung, denn der Weltcup bleibt noch eine Woche im tschechischen Nove Mesto, wo es für Peiffer am Donnerstag und Hinz am Freitag weitergeht.

emi

Rubriklistenbild: © MICHAL CIZEK

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