Fehlerfreie Übergabe: Startläuferin Vanessa Hinz (l.) schickt Janina Hettich als zweite Starterin ins Staffelrennen von Oberhof. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
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Fehlerfreie Übergabe: Startläuferin Vanessa Hinz (l.) schickt Janina Hettich als zweite Starterin ins Staffelrennen von Oberhof.

BIATHLON WELTCUP - Ein befreiender Erfolg

Vanessa Hinz siegt mit der Staffel

  • vonMichael Eham
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Endlich. Endlich hat Vanessa Hinz ihre Bestleistung in die Spur gebracht. Endlich hat das deutsche Biathlon-Team wieder einen echten Erfolg feiern können.

Schliersee –Klar, da war der Sieg von Arnd Peiffer im Massenstart von Hochfilzen. Da war der zweite Platz von Franziska Preuss im Massenstart am gestrigen Sonntag. Und ja, auch Vanessa Hinz hatte schon einige gute Auftritte in dieser Saison – wie zum Beispiel vergangene Woche in der Mixed-Staffel. Aber dennoch hat man das Gefühl, dass der erste Platz in der Damen-Staffel von Oberhof am Samstag der DSV-Mannschaft ein echtes Gefühl der Erleichterung beschert.

„Es war richtig schön, dass einfach mal alles geklappt hat“, schwärmt Hinz. „Das war ein schöner Erfolg für das Team, über den sich alle gefreut haben.“ Auch die Männer, die am Vortag dramatisch an einer Podestplatzierung scheiterten, hätten sich mitgefreut.

Die Schlierseerin ging wie gewohnt als Startläuferin in die Runde und meisterte ihre Aufgabe vollkommen souverän. Ohne einen einzigen Nachlader kam sie sowohl durch den Liegend- als auch den Stehendanschlag. Damit übergab Hinz als Dritte mit einem knappen Rückstand von elf Sekunden auf die Italienerin Lisa Vittozzi an ihre Teamkollegin Janina Hettich, die ihre Sache auch ganz stark machte und ebenfalls ohne Nachlader durch die beiden Schießeinheiten kam. Erst Denise Herrmann an Position drei musste insgesamt viermal eine Patrone nachladen, doch Preuss sicherte der deutschen Staffel den Sieg vor den überraschend stark auftretenden Weißrussinnen.

Ihre starken Auftritte in den Staffelrennen geben Hinz nicht nur Selbstbewusstsein, sondern auch Zuversicht für die anstehende Weltmeisterschaft auf der Pokljuka. Dafür fehlt der 28-Jährigen zwar noch die DSV-interne Qualifikationsnorm, doch sie wisse, dass schon andere mitgenommen wurden, die die Norm nicht hatten. „Ich versuche mich einfach, so gut es geht, anzubieten“, sagt Hinz, die noch Chancen auf die Norm im Einzelrennen und einem möglichen Massenstart in Antholz hat.

Im Massenstart von Oberhof zeigte der Wahl-Holzkirchner Arnd Peiffer eine ansprechende Leistung und wurde Elfter. Mit drei Strafrunden konnte er nicht an den herausragenden Erfolg von Hochfilzen anknüpfen. Über eine WM-Qualifikation muss sich der 30-Jährige ob der guten Auftritte in dieser Saison auf alle Fälle keine Gedanken mehr machen.

emi

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