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Volles Programm statt „Micky-Maus“

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Planen um: (v.l.) Rennleiter Yann Rambla, Walter Vogel vom DSV sowie die OK-Mitglieder Georg Reisberger, Peter Krogoll und Florian Stemmer. foto: thomas plettenberg
Planen um: (v.l.) Rennleiter Yann Rambla, Walter Vogel vom DSV sowie die OK-Mitglieder Georg Reisberger, Peter Krogoll und Florian Stemmer. © Thomas Plettenberg

Ostin - Der Ablauf beim Skicross-Weltcup am Oedberg  bleibt trotz Terminänderung weitestgehend gleich. Mit einer Ausnahme: Der Rennstart am Samstag wurde auf 9.15 Uhr vorverlegt.

Am liebsten hätten die Organisatoren des Skicross-Weltcups in Ostin wahrscheinlich den gestrigen Tag eingefroren und ihn in gut drei Wochen wieder aufgetaut. Die Sonne schien auf den Oedberg, und genug Schnee lag auch. Das war in der ersten Januar-Hälfte anders. Und so war die eigentlich für kommendes Wochenende geplante Veranstaltung um drei Wochen auf 20. bis 22. Februar verschoben worden (wir berichteten).

Eines stellte Walter Vogel  vom Deutschen Skiverband (DSV) gestern klar: „Es war die richtige Entscheidung. Das wäre sonst ein Micky-Maus-Weltcup geworden. Und wir wollen keine halben Sachen machen.“ Genug weiße Unterlage bietet der Oedberg zwar jetzt schon. Aber zum Bau des Kurses sind noch einmal 20 000 Kubikmeter Schnee nötig. „Der Schnee ist da, aber noch nicht da, wo er sein soll“, sagt Georg Reisberger, Vorsitzender des SC Ostin und Chef des Organisationskomitees (OK). Die Schneekanonen laufen weiter auf Hochtouren, damit ausreichend Reserven vorhanden sind. „Wir beschneien immer, wenn es geht“, sagt Reisberger.

Seit gestern Vormittag steht fest, dass der Weltcup am Ausweichtermin fast genauso über die Bühne gehen kann, wie ursprünglich geplant. Das Konzert von La Brass Banda am Freitagabend ist gesichert – die Band sagte dafür extra einen Fernseh-Termin ab.

Einziger Wermutstropfen neben den Stornierungskosten, die durch die Verschiebung anfallen: Während das Rennen am Sonntag weiter um 13.30 Uhr gestartet wird, geht es am Samstag schon um 9.15 Uhr – statt wie ursprünglich vorgesehen um 13.30 Uhr – los. Das hat mit der Fernsehübertragung zu tun, denn der Skicross-Weltcup bekommt Konkurrenz von anderen sportlichen Großveranstaltungen. Neben der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft finden auch zwei alpine Ski-Weltcups statt.

Der frühere Renntermin wird sich wohl auf die Zuschauerzahl am Samstag auswirken. „Aus München werden eventuell weniger Leute kommen“, meint Reisberger. Dazu verschiebt sich die geplante After-Race-Party nach vorne. Das Rahmenprogramm wird deswegen möglicherweise etwas mehr auf Familien ausgerichtet sein.

So ideal wie ursprünglich, als es keine Parallel-Veranstaltungen gab, ist der Ersatztermin also nicht. Aber die Organisatoren versuchen, das Beste daraus zu machen. Die Motivation ist weiter groß, vom DSV gibt es dafür Anerkennung. „Wir sind sehr froh, dass der Weltcup stattfindet“, sagt Vogel. „Das geht nur Dank der Flexibilität des Organisationskomitees – und weil uns das Fernsehen entgegengekommen ist. Jetzt ist es eine Frage der Ehre für das Oberland, am Samstag früh aufzustehen und sich das Rennen anzuschauen.“

Und wenn wieder nicht genug Schnee liegt? „Dazu müsste es sechs Tage am Stück regnen. Der Wetterbericht gibt uns aber Zuversicht“, sagt Vogel. Zehn Tage vor dem Weltcup wird der DSV bei einer Schneekontrolle die Verhältnisse noch einmal unter die Lupe nehmen. Gibt es grünes Licht, soll am Freitag, 13. Februar, mit dem Bau des Kurses begonnen werden.

Christoph Fetzer

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