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Es grünt so grün: Eine künstliche Beschneiung ist am Sonnenbichl derzeit nicht möglich. 

Vereine trainieren derweil in Österreich

Wird Schneemangel für Sonnenbichl zum Problem?

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Bad Wiessee - Kein Schnee in Sicht - auch am Sonnenbichlhang in Bad Wiessee. Dabei könnte der Schneesport-Förderverein als Liftbetreiber die Einnahmen dringend gebrauchen. Wie soll das weitergehen?

Traurig schaut der Wiesseer Sonnenbichl zur Zeit aus. Rechts und links grün-braune Grasstreifen, in der Mitte ein weiß-braunes Fleckerl. Liftbetrieb? Ausgeschlossen. „Wir können nicht mal beschneien“, sagt Toni Schwinghammer, Vorsitzender des Fördervereins Schneesport im Tegernseer Tal. Es ist einfach zu warm.

So mancher fragt sich jetzt schon: Wie soll das weitergehen? Schließlich hat der Verein in diesem Jahr ein neues Zielhaus und ein Gebäude mit Stüberl gebaut. Kosten: 340.000 Euro. Etliche Zuschüsse kamen über die Gemeinden, eine Spendenaktion brachte auch etwas ein. Doch der Verein musste auch einen Kredit aufnehmen. Dieses Geld muss doch wieder reinkommen.

„Wir hätten natürlich auch gern, dass die Vereine bei uns fahren können“, sagt Schwinghammer. Der Sonnenbichl lebt von Skiclubs, die dort trainieren. Einen öffentlichen Betrieb gibt es nicht. Im Moment fahren laut Schwinghammer viele Clubs zum Training nach Österreich – in Skigebiete, die oberhalb von 2000 Metern liegen. „Dadurch entstehen Fahrtkosten und Verkehr.“ Und trotzdem: „Wir hängen nicht so am Tropf des Weihnachtsgeschäfts wie kommerzielle Betreiber.“

Der Betrieb des Sonnenbichl-Hangs sei ohnehin defizitär. Dem Verein gehe es darum, den Trainingshang „nicht sterben zu lassen“ – und nicht um Gewinn. „Im schlimmsten Fall, wenn kein Liftbetrieb ist, dann machen wir auch kein Defizit.“ Allerdings: Am Lift hänge auch zum Beispiel die Bewirtung der Vereinsgaststätte, die gutes Geld einbringt. Und: „Auch für die Bereitschaft, sich im Verein einzubringen, ist es nicht gut, wenn wir nicht öffnen können.“

Momentan ist Schwinghammer aber zuversichtlich, dass es bald klappt mit dem Schnee. Anfang Januar starten am Sonnenbichl die Veranstaltungen. „Wenn sich der Winter dann einstellt, ist das für uns auch okay.“ Und überhaupt: Weihnachten sei vom Schnee her schon immer problematisch gewesen. „Die Natur richtet sich eben nicht nach Feiertagen.“

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