Vom Start weg Probleme hatte Florian Wilmsmann (r.) in seinem Achtelfinale. Dabei waren es keine schlimmen Schnitzer, die ihm unterliefen, sondern viele kleine Fehler.
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Vom Start weg Probleme hatte Florian Wilmsmann (r.) in seinem Achtelfinale. Dabei waren es keine schlimmen Schnitzer, die ihm unterliefen, sondern viele kleine Fehler.

SKICROSS WELTCUP - Aus im Achtelfinale

Wilmsmann hadert: „Ich habe angefangen nachzudenken“

  • vonEwald Scheitterer
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Holzkirchen/Sunny Valley – „Sunny Valley“ klingt eher wie der Name eines Ski-Ressorts in den USA. Tatsächlich aber liegt es im fernen Sibirien im Südural. Mit strahlendem Sonnenschein machte es aber beim Skicross-Weltcup am Samstag seinem Namen alle Ehre – allerdings bei empfindlichen minus 20 Grad Lufttemperatur. Und frostig war die Stimmung bei dem Holzkirchner Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) nach einem völlig verkorksten Achtelfinale.

Damit wurde er dann auch im vorletzten Weltcup der Saison 2020/21 lediglich auf Rang 25 gewertet.

Regelrecht verbummelt hatte der Oberlandler da die erste Runde der Finalheats, nachdem er sich in der Qualifikation am Freitag mit Platz drei eine sehr gute Ausgangsposition verschafft hatte. Seine Probleme fingen schon beim Start in seinem Achtelfinale an: „Den habe ich diesmal nicht so gut getroffen“, gibt der 24-Jährige zu. So kam er lediglich als Dritter in die erste Kurve.

Voraus gefahren war da sein deutscher Mannschaftskollege Ferdinand Dorsch (SC Schellenberg), gefolgt von dem Japaner Ryo Sugai. Nur der Österreicher Johannes Rohrweck war da noch hinter Wilmsmann geblieben. Zu allem Überfluss verhakte er sich dann noch mit dem Japaner in einer Kurve und verlor so zusätzlich an Speed.

Prinzipiell leistete sich der Holzkirchner zwar keinen groben Schnitzer, aber die Summe an kleinen Fehlern verhinderte ein besseres Resultat. „Mein Hauptfehler war wohl, dass ich angefangen habe, nachzudenken, statt meine Skier richtig laufen zu lassen“, stellt Wilmsmann fest. Auch die Negativ-Kurve erwischte er nicht optimal, wurde dann auch noch von Rohrweck überholt, „und auf der Zielgeraden ging dann nichts mehr“, so der überaus enttäuschte Holzkirchner.

Der verpatzte Lauf habe ihm deutlich gezeigt, „dass das Leistungsniveau in der Weltspitze so eng beieinander liegt, dass in jedem Rennen jeder einzelne bis an die Spitze vorfahren kann“. Als „wertvolle Erfahrung“ hat da Wilmsmann die Enttäuschung in Sunny Valley wieder abgehakt und konzentriert sich bereits auf das große Saisonfinale der Skicrosser, das am kommenden Samstag im Schweizer Veysonnaz über die Bühne geht. „Da“, verspricht Wilmsmann, „werde ich auf alle Fälle versuchen, noch mal voll anzugreifen.“

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