+++ Eilmeldung +++

Warnung vor Erdrutschen: Es droht tagelang erhebliches Unwetter - Erster Schnee liegt in Bayern

Warnung vor Erdrutschen: Es droht tagelang erhebliches Unwetter - Erster Schnee liegt in Bayern

Winter Classic

Video: Gaudi-Spiel zwischen Tegernsee und Tölz

Tegernsee - Es geht um nichts, außer um die Gaudi: Das Hobby-Eishockeyteam des EC Tegernsee ist den Tölzer Löwen vor 250 Zuschauern standesgemäß mit 3:20 unterlegen.

Es gibt ein Spiel im Jahr, in das gehen die Tölzer Löwen ganz entspannt. In diesem einen Spiel steht der Eishockey-Oberligist im Grunde schon vorher als Sieger fest: Immer dann, wenn sie beim EC Tegernsee unter freiem Himmel antreten. Die Gastgeber spielen in der No-Check-Hobbyliga. Am Dienstagabend unterlagen sie den Löwen im dritten Bayerischen Winter Classic in gewohnter Höhe mit 3:20 (1:6, 0:6, 2:8). Für die Tegernseer war es trotzdem ein gelungener Abend.

Die Vorzeichen für diese Partie standen alles andere als gut. Aufgrund des engen Terminplans der Löwen musste die Partie erstmals an einem Werktag stattfinden. Zudem goss es im Tegernseer Tal wie aus Kübeln. Unter diesen widrigen Umständen war die Kulisse mit 250 Zuschauern deutlich geringer als in den vergangenen Jahren. Doch die befürchtete Wasserschlacht blieb aus. Ein paar Höhenmeter weiter oben – dort wo der Tegernseer Eisplatz ist – schneite es. Eine würdige, stimmungsvolle Kulisse für das Spiel des Jahres für den EC.

Unübersehbar Spaß hatten die Löwen, allen voran Yanick Dubé. Schaut er in Oberliga-Partien selbst nach Torerfolgen meist grimmig, so kurvte er in Tegernsee mit einem Grinsen übers Eis – ebenso wie viele seiner Teamkollegen. Endlich mal durfte der Tölzer Rekord-Torschütze nach Herzenslust zaubern ohne gegnerische Attacken fürchten zu müssen. „Es ist super hier“, sagte der 39-Jährige. „Die äußeren Bedingungen sind perfekt.“ Im Gegensatz zum Vorjahr gelang Dubé auch sein legendäres Zaubertor, sprich: Er packte hinter dem Tegernseer Gehäuse den Puck blitzschnell auf die Schlägerschaufel und schleuderte ihn dann in einer fließenden Bewegung ins Kreuzeck. Auch nach der Partie war Dubés Stimmung ausgelassen: Mit einer Löwen-Fahne in der Hand kurvte er übers Eis und wurde anschließend von seinem Teamkollegen Johannes Sedlmayr mit Schnee eingerieben.

Fotostrecke: Freundschaftsspiel Tölzer Löwen gegen EC Tegernsee

Fotostrecke: Freundschaftsspiel Tölzer Löwen gegen EC Tegernsee 

Die Tore waren Nebensache – für die Tölzer. Die Tegernseer bejubelten ihre Treffer dagegen frenetisch. Vor allem den ersten. Ausgerechnet Ex-Löwe Martin Jochner brachte die Hobbymannschaft sogar mit 1:0 in Führung. Doch fortan erzielten die Löwen ihre Tore nach Belieben, fast gleichmäßig auf die drei Spielabschnitte verteilt. Erneut Jochner und Thomas Sossner sorgten im Schlussabschnitt für die weiteren Treffer.

„Die Löwen haben nicht mal mit 60 Prozent Einsatz gespielt“, stellte der Tegernseer Georg Grünwalder fest. Seine Teamkollege Hans Siegert ergänzte: „Man kommt gar nicht richtig ins Schwitzen, weil man die ganze Zeit eh nur hinterherläuft.“ Macht unter diesen Umständen das Eishockeyspielen Spaß? „Selbstverständlich“, versichert Grünwalder, während Siegert einschränkt: „Außer wenn man keine Chance zum Wechseln hat und zu lange auf dem Eis stehen muss. Dann denkt man sich schon mal: ,Jetzt schießt doch endlich das Tor.‘“ Meist taten ihm die Löwen den Gefallen.

Die Miesbacher Andreas Schwarz und Andreas Eder waren auf Seiten der Tölzer übrigens nicht mit von der Partie. Die beiden trainierten mit dem DEL-Team der Nürnberg Icetigers.

Patrick Staar & Alexander Schwer

Torschützen

EC Tegernsee: Martin Jochner (2), Thomas Sossner.

Tölzer Löwen: Christoph Körner, Christoph Fischhaber, Thomas Schenkel, Scott Kishel, Tobias Biersack, Josef Kottmair, Yanick Dubé, Dominic Fuchs ( je 2), Florin Ketterer, Klaus Kathan, Andreas Andrä, Johannes Sedlmayr.

Rubriklistenbild: © Patrick Staar

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare