In seinem ersten Spiel mit den Lohhofer Damen kassierte Trainer Fabian Gump eine Niederlage. Foto: Dieter Michalek

Volleyball-Regionalliga

Beim SV Lohhof spielen die Nerven nicht mit

  • vonSilke Andersson
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Nervös sind die Regionalliga-Volleyballerinnen des SV Lohhof in die neue Spielzeit gestartet und unterlagen dem Turnerbund München mit 1:3 (16:25, 18:25, 25:18, 18:25).

Lohhof –  „Da war viel Angst in unseren Aktionen“, hat Fabian Gumpp, der neue Coach des SVL-Talentschuppens beobachtet. „Wir haben unfassbar viele Eigenfehler gemacht. Zu viele, so funktioniert’s nicht.“ Gründe für das angespannte Nervenkostüm seines Teams gab es einige: Zum einen Mal der Saisonstart an sich. Denn auch wenn die neuformierte Bundesligareserve in gleich mehreren Testspielen auch gegen Ligakonkurrenten ganz ansprechende Leistungen gezeigt hat, ist so ein Spiel unter „Ernstfallbedingungen“ eben doch nochmal eine andere Sache.

Zudem war der Gegner auch nicht irgendwer, sondern die Turnerbund-Talente, die in einem dem Lohhofer Konzept ähnlichen Ausbildungsteam mit ähnlichen Zielen antreten: Viel lernen, schnell besser werden. „Sie wollten es ihnen unbedingt zeigen“, war Gumpps Eindruck, zumal mit Bastian Pourie auch noch der letztjährige SVL-Coach beim Turnerbund an der Seitenlinie stand.

Alles zusammengenommen war das Lampenfieber seines Teams für den neuen SVL-Coach absolut nachvollziehbar, auch wenn ihn selbst das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein eher kalt gelassen hat: „Meine eigenen Emotionen hat das nicht hochgeschaukelt“, erklärt Gumpp, der in der vergangenen Saison unter anderem in Diensten des Turnerbundes stand, aber immer noch entspannt guten Kontakt zu seinem Exverein und auch zu seinem Nachfolger Pourie hat.

Doch so richtig dazugekommen, sich mit den TB-Mädels zu beschäftigen, kamen Gumpp und seine Schützlinge gar nicht, da die eigene Leistung deutlich unter Normallevel lag. Aufschlag und Block waren laut Trainer die schwächsten Elemente, doch als sich der Aufschlag im dritten Satz etwas stabilisiert hatte, lief’s auch gleich im Block besser.

25:18 hatten die SVL-Mädels da die Nase vorn, nachdem sie die beiden ersten Durchgänge ähnlich deutlich mit 16:25 und 18:25 verloren hatten. Dann schien mit dem Satzgewinn der Knoten geplatzt zu sein, 6:1 waren die Gastgeberinnen in der BOS/FOS-Halle auch im vierten Satz vorne. Doch zur völligen Nervenberuhigung reichte das alles offensichtlich doch nicht, denn als TB aufholte, war die Lohhofer Nervosität schlagartig zurück und das Spiel bald darauf verloren. „Aber wir wissen genau, an was wir arbeiten können“, zieht Gumpp positive Schlüsse aus dem suboptimalen Start.

„Die Stimmung im Team stimmt“, ist er optimistisch, dass am Sonntag in Esting die ersten Punkte herausspringen.

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