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Badminton: 16-Jährige rettet TSV Neubiberg vor dem Abstieg

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Von: Umberto Savignano

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Neubiberg – Ein ziemliches Debakel erlebte der TSV Neubiberg beim Doppelspieltag in Baden-Württemberg: Bei den Badminton-Sportfreunden Neusatz unterlag der Regionalligist glatt mit 0:8, tags darauf lief es mit dem 1:7 bei der SG Schorndorf II kaum besser. Allerdings traten die Neubiberger so ersatzgeschwächt an, dass sie letztlich froh um die deutlichen Niederlagen sein durften, denn es drohte sogar schlimmeres Ungemach.

Kurz vor der Abreise meldete sich nämlich Maya Höfle wegen eines positiven Coronatests aus dem ohnehin stark dezimierten Team ab. „Dadurch waren wir sehr in der Zwickmühle“, beschrieb Spielführerin Helena Storch die Notlage, die fast den Ligaverbleib gekostet hätte. Nur der Einsatz der 16 Jahre jungen Nachwuchsspielerin Sophia Kalinichenko verhinderte dieses Worst-Case-Szenario. „Zum Glück ist sie superkurzfristig eingesprungen. Wenn sie nicht gekonnt hätte, hätten wir nicht antreten können und somit durch Rückzug der Mannschaft absteigen müssen“, erläuterte Storch, die Kalinichenko im Rahmen des Möglichen ein ordentliches Regionalliga-Debüt im Einzel und Damendoppel bescheinigte: „Sie konnte natürlich nicht auf diesem Niveau mitspielen, hat sich aber in Schorndorf schon sehr viel besser geschlagen als zuvor gegen Neusatz.“

Stefanie Waffler sorgt für den einzigen Satzgewinn

Dass der TSV an beiden Tagen chancenlos war, lag jedenfalls nicht an der 16-Jährigen. So gelang den Neubibergern gegen Neusatz nur ein einziger Satzgewinn durch Stefan Waffler im Einzel. Tags darauf wurde es etwas besser: „Schorndorf war bei den Männern auch ein wenig ersatzgeschwächt und so konnte Michael Clemens mit einem Sieg im zweiten Einzel unsere Ehre etwas retten“, so Storch. In einem sehr spannenden Herrendoppel schrammten Clemens/Waffler nur knapp an einem zweiten Punktgewinn vorbei. Insgesamt brachte es Storch aber treffend auf den Punkt: „Durch unsere vielen Ausfälle waren die Ergebnisse nicht so prickelnd.“

Der sportliche Abstieg droht aber nicht, obwohl der TSV im Klassement auf den siebten und damit drittletzten Platz abgerutscht ist. Nur ein Team wird voraussichtlich absteigen und Schlusslicht TSV 1860 Ansbach liegt weit zurück und hat nur noch ein Spiel auszutragen. Den Neubibergern bleiben noch drei Gelegenheiten zu punkten, die nächsten zwei in den Heimspielen gegen den ESV Flügelrad Nürnberg (Samstag, 9. April, 14 Uhr) und den TV Marktheidenfeld II (Sonntag, 10. April, 11 Uhr).

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