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Roy Friedrich und die Alpenvolleys Haching II übernehmen die Tabellenführer in der 2. Liga Süd. 

Alpenvolleys II sind Tabellenführer

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Durch einen hart erkämpften 3:2 (31:33, 15:25, 25:22, 26:24, 15:11)-Sieg beim GSVE Delitzsch haben die Alpenvolleys Haching II die Spitze der 2. Volleyball-Bundesliga Süd erklommen.

Unterhaching –Auch wenn das Klassement derzeit noch ein schiefes Bild abgibt, weil die Alpenvolleys als einziges Team aus den oberen Tabellenregionen schon vier Partien absolviert haben, so dürfen sie sich doch über einen gelungenen Saisonstart freuen: Sie haben drei Spiele gewonnen, immer gepunktet und beim bislang ungeschlagenen Aufsteiger in Delitzsch nach einem 0:2-Satzrückstand einmal mehr Kampfkraft und Nervenstärke bewiesen. Schon im ersten Durchgang deuteten die Hachinger, die ohne den aus privaten Gründen verhinderten Routinier Aleksandar Milovancevic auskommen mussten, ihre mentale Stabilität an.

Die weite Anreise nach Sachsen schien ihnen anfangs in den Knochen zu stecken, doch beim 17:22-Rückstand starteten sie eine Aufholjagd, in deren Verlauf sie sechs Satzbälle abwehrten, ihrerseits aber auch deren vier ungenutzt ließen. Mit der siebten Chance sicherten sich schließlich doch die Gastgeber den Spielabschnitt mit 33:31. Im zweiten Satz durften die heimischen Fans unter den 330 Zuschauern in der „Beckerschachtel“ genannten Halle des Gymnasialen Sportvereins Ehrenberg erneut jubeln. Trotz 8:6-Führung bei der ersten technischen Auszeit brachen die Alpenvolleys II völlig ein. „Im ersten Satz sind noch ganz gut zurückgekommen, da hatte Delitzsch letztlich viel Glück. Im zweiten ist der Gegner dann aber regelrecht über uns drübergefahren. Die haben groß aufgespielt“, sagte Hachings Zuspieler Eric Paduretu. Da kam die folgende Spielunterbrechung gerade recht.

„Die Zehn-Minuten-Pause hat uns gut getan“, so Paduretu, der für den nach klarer Führung noch mit 25:22 ins Ziel geretteten dritten Durchgang auch den Anpassungsprozess an die äußeren Gegebenheiten verantwortlich machte: „Wir hatten uns dann langsam gefangen, vor allem die Annahme hatte sich an die tiefe Halle gewöhnt.“

Im vierten Durchgang gab es dann wieder ein Herzschlagfinale, nach dem es zunächst gar nicht aussah, denn Delitzsch dominierte bis zum 21:16. Eine starke Aufschlagserie von Paduretu war die Basis für die Wende, die Hachinger gingen nun ihrerseits mit 22:21 in Front und hatten nach dem zweiten Satzball mit 26:24 die Nase vorn. Der fällige Entscheidungssatz blieb bis zum 7:7 ausgeglichen.

Am Ende aber setzten sich Paduretu und Co. zur Freude ihrer mitgereisten lautstarken Fans nach einem Aufschlagfehler der Hausherren beim zweiten Matchball relativ deutlich mit 15:11 durch, was den jungen Spielmacher sichtlich mit Stolz erfüllte: „Im Tie-Break haben wir gezeigt, warum wir zu Recht aktuell auf Rang eins in der Tabelle stehen, auch wenn Delitzsch dann sichtlich die Körner ausgingen.“

Alpenvolleys Haching II: Paduretu, Topuzliev, Friedrich, Zahar, Chefai, Blaginov, Korbankolev (L); Thom, Müller, Gärnter

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