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Die Sperrung der Bayernwerk Sportarena wegen der hohen Schneelast bringt Alpenvolleys-Sportdirektor Mihai Paduretu in organisatorische Nöte. 

Absage bringt Alpenvolleys in Terminnot

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Bayernwerk Sportarena ist am Wochenende gespert. Auchdas  Rückspiel gegen Trentino ist in Gefahr.

Unterhaching/Innsbruck – Unterhachings Volleyballfans hatten sich auf diese Tage eigentlich so richtig freuen dürfen: Am Samstag Abend sollte das Zweitligateam der Alpenvolleys Haching II gegen Tabellenführer TSV Grafing in der Bayernwerk Sportarena antreten, am Sonntag stand an gleicher Stelle die Partie von Erstliga-Spitzenreiter gegen Schlusslicht VCO Berlin auf dem Plan. Und der absolute Knaller würde dann am Dienstag folgen: Das CEV-Cup-Spiel der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching gegen den italienischen Klub-Weltmeister Trentino Volley. Doch die derzeit starke Belastung der Hallendächer durch den Schnee hat den Volleyballern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht: Die Bayernwerk Sportarena wurde am gestrigen Freitag Mittag zumindest fürs Wochenende gesperrt, die beiden Punktspiele also abgesagt.

Jürgen Pfletschinger kam diese Absage sicher ungelegen. „Wir freuen uns aufs Derby“, hatte der Coach der Alpenvolleys II zuvor verkündet. Seine Vorfreude dürfte durch einen Test beim Erstligisten Herrsching am vergangenen Wochenende noch verstärkt worden sein: „Wir haben dort zwar keinen Satz gewonnen, aber auch keinen unter 20 Punkte verloren. Dafür, dass wir gegen einen Bundesligisten gespielt haben, waren wir durchaus ebenbürtig“, lobte er.

Allerdings sind beide Spielabsagen vom Wochenende deutlich leichter zu verkraften als die Situation, die rund um das für Dienstag angesetzte Europacup-Spiel der Alpenvolleys gegen Trento entstanden ist. Denn es ist unklar, ob dieses stattfinden kann und gerade diese Hängepartie schafft große Probleme, wie Alpenvolleys-Sportdirektor Mihai Paduretu erläutert: „Die Mannschaft aus Trento kommt am Montag Vormittag hier an, die Schiedsrichter landen um 10 Uhr. Laut Sportamt erfahren wir aber erst im Laufe des Montag Vormittag, ob wir spielen können. Die Hotels sind natürlich schon reserviert, zurzeit ist Messe, es ist also eine sauteure Angelegenheit.“

Rein theoretisch hätte die Spielgemeinschaft aus Innsbruck und Unterhaching ja in Tirols Landeshauptstadt eine zweite Heimstätte, doch grundsätzlich erlaubt der Europäische Verband CEV Europacup-Spiele deutscher Bundesligisten nur in Deutschland. „Es ist natürlich ein Thema, das Spiel in Innsbruck stattfinden zu lassen, wo die Wetterlage nicht so dramatisch ist“, sagt Paduretu. Doch, ob sich die CEV durch diese Ausnahmesituation erweichen lässt, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Klar ist hingegen, dass die Schneelast auch eine erhebliche organisatorische Zusatzbelastung der Verantwortlichen nach sich zieht. „So was brauchen wir jetzt wirklich nicht“, stöhnt Paduretu, der sich selbst natürlich auch auf einen schönen und unbeschwerten Europacup-Abend gegen den im Hinspiel mit 3:0 siegreichen Top-Klub aus Trento gefreut hatte. UMBERTO SAVIGNANO

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