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Alpenvolleys droht  übermächtige  Konkurrenz

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Von: Umberto Savignano

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Obwohl Kirill Klets (r.) in beeindruckender Verfassung ist, bekommt er Konkurrenz. „Es ist immer gut, zwei starke Spieler auf einer Position zu haben“, sagt Alpenvolleys-Sportdirektor Mihai Paduretu. © Alpenvolleys

Ziehen deutsche Handballer ins WM-Finale ein, spielen sie zeitgleich mit den Hachinger Volleyballern.

Unterhaching/Innsbruck – Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe stand noch nicht fest, ob Deutschland den Einzug ins Finale der Handball-WM geschafft hat. Trotzdem hätte Mihai Paduretu, Sportdirektor der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching, ein wenig mit dem Terminplan hadern können und vielleicht sogar Grund gehabt, im Halbfinale klammheimlich den Norwegern die Daumen zu drücken. Schließlich empfangen die Alpenvolleys zum dritten ihrer insgesamt fünf in Unterhaching anberaumten Bundesliga-Heimspiele den TV Rottenburg ausgerechnet am Sonntag um 17 Uhr – eine halbe Stunde vor Beginn des Handball-Endspiels. Da könnte der eine oder andere Fan womöglich die Couch vor dem Fernsehgerät dem Gang an den Utzweg vorziehen. 

Doch Neid ist nicht die Sache des Sportsmanns Paduretu. Zwar würde er sich auch mal ein großes Volleyball-Turnier in Deutschland wünschen, wo noch nie eine Weltmeisterschaft der Männer stattfand (zum Vergleich: im Handball sechsmal, davon zweimal in der DDR), immerhin aber dreimal eine Europameisterschaft, zuletzt 2003: „Eine WM oder EM in Deutschland wäre super, ganz klar, das ist aber die Baustelle des Deutschen Volleyball-Verbandes.“ Doch wenn eine andere Ballsportart eine solche Begeisterung entfacht, wie das derzeit bei den Handballern der Fall ist, freut sich der ehemalige Weltklasse-Volleyballer mit: „Ich hoffe, dass Deutschland am Sonntag das WM-Finale gewinnt, aber auch, dass viele Zuschauer in der Bayernwerk Sportarena sein werden.“ Das klingt aufrichtig, aber auch ein wenig nach der Quadratur des Kreises.

Wobei: Wenn Spitzenreiter Alpenvolleys und der Vorletzte Rottenburg dem Tabellenstand entsprechend auftreten, ließe sich beides sogar halbwegs unter einen Hut bringen. „Ich bin überzeugt, dass die Jungs von Anfang an sehr konzentriert spielen werden, um die drei Punkte zu holen und die Tabellenführung zu verteidigen“, verspricht Paduretu einen forschen Heim-Auftritt. Und ein schneller 3:0-Sieg würde den Zuschauern zumindest die Chance auf die komplette zweite Handball-Halbzeit einräumen.

Außerdem: Selbst wenn das Spiel gegen Rottenburg wenig Dramatik verspricht, so ist mit dem voraussichtlichen Debüt von Neuzugang German Johansen doch immerhin eine neue Attraktion geboten. Der Argentinier ersetzt den an den Schulter operierten Australier Thomas Hodges als zweiten Diagonalspieler im Kader (wir berichteten). Und obwohl Kirill Klets jüngst beim 3:2 in Bühl mit 28 Punkten seinen Wert auf dieser Position einmal mehr in beeindruckender Manier unterstrich, baut Paduretu sehr auf Johansens Qualitäten: „Wir brauchen ihn fürs Training, als Backup und als Konkurrenz für Klets. Es ist immer gut, zwei starke Spieler auf einer Position zu haben.“

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