Alpenvolleys machen kurzen Prozess

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Es lief so, wie es sich Hannes Kronthaler gewünscht hatte. „Ich habe den Spieler gesagt: Fangt neu an, seid hungrig“, verriet der Manager der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching nach dem ungefährdeten 3:0 (25:22, 25:18, 25:21)-Sieg über die WWK Volleys Herrsching zum Start in die Playoffs um die Deutsche Volleyballmeisterschaft.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Unterhaching/Innsbruck – Es lief so, wie es sich Hannes Kronthaler gewünscht hatte. „Ich habe den Spieler gesagt: Fangt neu an, seid hungrig“, verriet der Manager der Hypo Tirol Alpenvolleys Haching nach dem ungefährdeten 3:0 (25:22, 25:18, 25:21)-Sieg über die WWK Volleys Herrsching zum Start in die Play offs um die Deutsche Volleyballmeisterschaft. Die Grenzgänger-Truppe aus Innsbruck und Unterhaching setzte diese Anregung vorbildlich in die Tat um und machte mit dem klaren Erfolg vor 800 Zuschauern in Tirols Landeshauptstadt den ersten Schritt ins Halbfinale. Der zweite und aufgrund des im Viertelfinale gültigen Best-of-three-Modus endgültige soll am Donnerstag (18.30 Uhr) in Unterhaching folgen.

Nur der Start ließ den knapp 50 mitgereisten Gäste-Fans etwas Hoffnung. Die Alpenvolleys lagen im Eröffnungsdurchgang zunächst im Hintertreffen, übernahmen zwar mit dem 11:10 die Führung, kamen aber erst nach dem 17:18 richtig ins Rollen: Pawel Halaba nutzte den zweiten Satzball zum 25:22. „Im ersten Satz haben wir uns am Anfang ein bisschen schwer getan“, räumte Kronthaler ein. Richtig nervös wurden die Alpenvolleys allerdings nicht, Trainer Stefan Chrtiansky sah sich trotz des Rückstands nicht zu einer Auszeit veranlasst. Und auch Kronthaler nahm den Verlauf des ersten Spielabschnitts gelassen: „Das war ja nicht unbedingt eine Krise, da haben wir einfach zwei, drei Bälle nicht gemacht.“ Der Rest war dafür fast nur Formsache, wobei die Herrschinger durch die Verletzung ihres Mittelblockers Nicolas West, der beim Stand von 23:20 böse umknickte und zur Untersuchung des Sprunggelenks in die Klinik gebracht wurde, mit einem dicken Handicap weiterspielten. „Nach der Verletzung haben sie schon akzeptiert, dass sie heute nicht gewinnen werden. Außerdem haben wir im zweiten Satz gleich gut angefangen“, kommentierte Kronthaler das klare 25:18.

Und auch im dritten Durchgang dominierten die Alpenvolleys. Zwar nahm Chrtiansky beim 9:10 doch noch seine Auszeit, die aber wirkte nachhaltig: Sein Team drehte den Spielstand prompt auf 13:10 und ließ nicht mehr locker, bis der mit 17 Punkten erfolgreichste Akteur Hugo de Leon, der auch zum wertvollsten Spieler gekürt wurde, nach 78 Minuten den dritten Matchball zum 25:21 ins Feld schlug. Auch die anderen Viertelfinal-Partien endeten mit Heimsiegen: Lüneburg bezwang Frankfurt mit 3:1, Friedrichshafen gegen Bühl und Berlin gegen Düren gewannen jeweils 3:0. Somit scheint alles gerichtet für ein Halbfinale zwischen den Hauptstädtern und den Alpenvolleys.

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