Alpenvolleys brechen den Widerstand

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Auf den ersten Blick sieht das Ergebnis nach einem klaren Durchmarsch aus, der den Tabellenplätzen entspricht: Mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:21) besiegten die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching, Spitzenreiter der Volleyball-Bundesliga, zuhause die auf Rang neun geführten Netzhoppers aus Königs Wusterhausen. Doch die Brandenburger verlangten der Spielgemeinschaft aus Unterhaching und Innsbruck durchaus einiges ab. Und genau das hatte Stefan Chrtiansky, auch nach den Eindrücken beim 3:1 im Hinspiel, vorausgesagt: „Da ist schon Widerstand zu erwarten.“

Unterhaching –  Andererseits richtete der Alpenvolleys-Coach eine klare Forderung in Richtung seiner Mannschaft: „In einem Heimspiel gegen solche Gegner darf man keinen Punkt verlieren.“

Doch obwohl sich der jüngst beim 1:3 im Europapokal gegen Trento wegen Darmproblemen fehlende Leistungsträger Hugo de Leon gesund auf der Außen- und Annahmeposition zurückmeldete, taten sich die Hausherren vor 800 Zuschauern in Innsbrucks Olympiahalle anfangs schwer. So lagen sie im ersten Satz bis zum 19:21 meist hinten. Dann zogen sie aber noch einmal an, Pawel Halaba nutzte den ersten Satzball mit einem platzierten Angriff zum 25:22. Trotz guten Beginns (4:1) musste das Chrtiansky-Team auch im zweiten Durchgang bald einem sogar deutlichen Rückstand hinterherlaufen: 6:10. Nach einer Auszeit fanden die Volleyball-Grenzgänger wieder ihren Spielrhythmus, machten aus einem 10:12 ein 14:12 und lieferten sich mit dem Außenseiter bis zum 20:20 ein packendes Duell auf gutem Niveau, mit wenig Eigenfehlern. Und am Ende hatten sie erneut den längeren Atem: Starke Blocks von de Leon und Kapitän Douglas da Silva brachten die vorentscheidende 22:20-Führung, letztlich besiegelte ein Service der Netzhoppers ins Aus mit dem zweiten Satzball das 25:22.

Nun schien der Widerstand gebrochen: Zur ersten technischen Auszeit im dritten Satz lagen die Alpenvolleys 8:3 vorn. Doch die Netzhoppers kämpften sich dank starker Aufschläge zurück in die Partie, glichen zum 13:13 aus, hielten das Geschehen bis zum 19:19 offen. In der Schlussphase produzierten beide Mannschaften einige Servicefehler, die Gäste allerdings deutlich mehr. Und so konnte Kirill Klets mit dem zweiten Matchball zum 25:21 den Sack zumachen. Der russische Diagonalspieler war mit 14 Punkten auch insgesamt erfolgreichster Angreifer seines Teams, zum wertvollsten Spieler (MVP) wurde Zuspieler Danilo Gelinski gekürt.

Mitentscheidend sei zudem de Leons Genesung gewesen, betonte Chrtiansky: „Zum Glück war Hugo wieder fit, das war wichtig für die Mannschaft.“ Dass es nicht rund lief, schrieb der Trainer der eigenen Leistung, aber auch der des Kontrahenten zu: „Die Netzhoppers sind ein guter Gegner gewesen, der viel riskiert hat. Dadurch haben sie sich aber vor allem im Service einige Fehler geleistet. Und wir haben uns nach der langen Bundesliga-Winterpause zu Beginn schwer getan.“

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