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Alpenvolleys-Sportdirektor Mihai Paduretu (l.) überreicht seinem früheren Zuspieler Patrick Steuerwald einen Kasten Unterhachinger Bier.

Alpenvolleys: Ernst wird es in den Playoffs

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Nach dem 2:3 (23:25, 25:19, 16:25, 25:21, 13:15) zwischen den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching und dem VfB Friedrichshafen waren sich beide Seiten einig, dass sie sich in dieser Saison wohl grundsätzlich auf Augenhöhe begegnen.

Unterhaching – Patrick Steuerwalds weißes Hemd war kräftig durchgeschwitzt. Dabei hatte der früher in Unterhaching so erfolgreiche Volleyball-Zuspieler, der nun als Friedrichshafens Co-Trainer an die alte Wirkungsstätte zurückgekehrt war, anders als zu aktiven Zeiten während der 122 Spielminuten fast stoisch ruhig gewirkt. Er saß auf seinem Platz, besah sich das Spiel, machte seine Notizen und beteiligte sich nicht einmal an den zahlreichen Diskussionen mit dem Schiedsrichter. „Ist ja auch höllisch heiß hier“, begründete der 33-Jährige, warum er sich trotzdem dringend Luft zufächern musste. Die Hochspannung im Top-Duell der Bundesliga machte Steuerwald jedenfalls nicht für seine Schweißausbrüche verantwortlich, denn darauf sei er vorbereitet gewesen: „Das war ja klar, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnen.“

Tatsächlich bestätigte der Süd-Gipfel, was vorher schon zu vermuten war: Hinter Titelverteidiger und Top-Favorit Berlin scheinen sich Rekordmeister Friedrichshafen und die Grenzgänger aus Innsbruck und Unterhaching als erste und ziemlich gleichwertige Verfolger zu etablieren. „Friedrichshafen war nicht besser, nur einige Aktionen haben das Spiel entschieden“, meinte Alpenvolleys-Sportdirektor Mihai Paduretu, Steuerwalds früherer Trainer in Unterhaching. „Auf beiden Seiten gab es Licht und Schatten, aber das ist normal für den Anfang der Saison.“

Letztlich verlor jenes Team, das sich etwas mehr von seiner Schattenseite präsentierte. „Immer die Mannschaft, die in einem Satz die einfacheren Fehler gemacht hat, hat den Satz verloren“, analysierte Steuerwald. Und das waren eben die Alpenvolleys, wie auch deren Libero Florian Ringseis zugab: „Wir haben zu viele dumme Fehler gemacht, das darf nicht passieren. Der VfB wäre zu knacken gewesen. Es hat nicht nur das Glück gefehlt, sondern auch die Konstanz.“

Was sein österreichischer Nationalmannschaftskollege in Diensten der Häfler, Anton Menner, genauso sah: „Wir waren in den entscheidenden Phasen einfach konstanter. Aber man sieht, dass beide Mannschaften auf Augenhöhe agieren.“ Neben dem Blick auf die mit 1255 begeisterten Zuschauern gut besuchte Tribüne („Die Atmosphäre in der Halle war super, noch dazu für einen Montag Abend“) konnte Paduretu diese Erkenntnis über das Resultat hinwegtrösten: „Man hat gesehen, das Potenzial ist da. Und wichtig wird es in den Playoffs.“

Das weiß auch Steuerwald. Trotzdem genoss er den Augenblick: „Für uns ist es natürlich super, zwei wichtige Punkte zu holen, noch dazu auswärts.“ Da hatte sich das Schwitzen doch gelohnt.

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