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An vordester Front: Lucas Böhnisch (r.), Spieler und Sprecher des TSV Neubiberg.

Ziel Klassenerhalt

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Ziel Klassenerhalt Ohne zwei langjährige Leistungsträger startet der TSV Neubiberg in die 2. Badminton-Liga

VON UMBERTO SAVIGNANO

Neubiberg – Mit einem Heimspiel-Wochenende beginnt für Badminton-Zweitligist TSV Neubiberg die neue Saison: Am Samstag (17 Uhr) gastiert der SV Guts Muths Jena, am Sonntag (14 Uhr) der TV 1884 Marktheidenfeld an der Zwergerstraße.

Lucas Böhnisch hat klare, aber keine überzogenen Erwartungen an den Auftakt: „Ich erhoffe mir auf jeden Fall drei Punkte, das heißt einen Sieg und eine knappe Niederlage.“ Gegen wen es zum Erfolg reichen könnte und welchem Kontrahenten man sich möglicherweise mit 3:4 beugen muss, was ja auch noch einen Zähler brächte, weiß der TSV-Spielführer aber nicht vorauszusagen: „Beide Gegner waren in der Vergangenheit immer sehr stark, es waren oft knappe Spiele. Ich denke, man kann nicht sagen, welche Mannschaft eindeutig stärker ist, aber aus dem Bauch heraus würde ich Marktheidenfeld höher einschätzen. Es hängt aber oft auch sehr an unserer Tagesform.“

Zum neuen Spieljahr ist eine Prognose ohnehin schwierig, auch wenn sich bei den Neubibergern kein umfassender Umbruch vollzogen hat. Auf zwei bisherige Stützen müssen sie allerdings verzichten. Der Däne Martin Baatz Olsen und Nicole Schnurrer zählen aufgrund ihrer beruflichen Situation nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft. „Das ist sehr schade. Martin wird uns spielerisch, aber auch menschlich fehlen“, so Böhnisch, der das Ende von Schnurrers Zweitligalaufbahn vielleicht sogar noch ein bisschen mehr bedauert. „Das trifft mich besonders, da somit meine langjährige Mixed-Partnerin nicht mehr mit von der Partie ist.“

Vielleicht kann da ja der einzige Neuzugang Abhilfe schaffen: Paula Kick vom TV Refrath. 2015 war die 19-Jährige aus Rosenheim nach Nordrhein-Westfalen gezogen, besuchte dort die Sportschule Mülheim und sammelte mit Refrath Erfahrung in der 2. Bundesliga Nord und sogar in der Bundesliga. „Wir sind besonders stolz, ein weiteres junges, starkes und talentiertes Gesicht in unserem Team zu begrüßen“, sagt Böhnisch, der den Kader „leider etwas dünner als letztes Jahr“ einschätzt, aber, sicher auch angesichts der jungen, entwicklungsfähigen Spieler, dennoch glaubt, „dass wir unser Niveau halten oder sogar etwas verbessern konnten.“

Wie eigentlich jedes Jahr visiert der TSV laut Böhnisch den Klassenerhalt an: „Das ist ein realistisches Ziel, obwohl einige Spieler bei uns mit körperlichen Problemen zu kämpfen haben. Aber insbesondere die Aufsteiger Hofheim, Offenburg und Remagen sollten zu schlagen sein. Sie haben zwar sehr starke Kader, aber die Umstellung auf die neue Zählweise (in der Regionalliga gilt noch das alte Zwei-Punkte-System mit acht statt sieben Matches - d. Red.) und das höhere Niveau in der 2. Liga wird ihnen einiges abverlangen.“

Zum Auftakt warten mit Jena und Marktheidenfeld aber erst einmal zwei etablierte Gegner. Damit die angestrebten drei Punkte auch wirklich aufs Konto kommen, sollten die Neubiberger eine unliebsame Tradition tunlichst beenden, so Böhnisch: „Wer uns kennt, weiß, dass wir gerade zu Saisonbeginn des Öfteren schwächeln.“

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