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Überzeugt im Auftaktmatch: Jan Tomek.

Baseball – Bundesliga Süd 

Fisher überrascht auf dem Werferhügel

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Hinter Darren Fisher liegen bewegte Tage. Der US-Baseballer des Bundesligisten Haar Disciples musste vorige Woche erfahren, dass sein Klub nach nur fünf Saisonpartien personell noch mal nachlegt – und zwar auf seiner Position, der des Werfers im zweiten Spiel, in dem laut Reglement auch Akteure ohne EU-Pass auflaufen dürfen.

Haar – Die Verpflichtung von US-Pitcher Michael Click ließ sich als Reaktion auf die bisherigen Leistungen von Fisher interpretieren, der bei seinen drei Auftritten hinter den Erwartungen geblieben war. Wobei die Verantwortlichen in Haar betonten, dass der US-Mann trotz des Neuzugangs weiter Teil des Teams bleibe. Und so stand Fisher zu Beginn des zweiten Duells gegen die Mannheim Tornados auf dem Werferhügel – auch, weil für Michael Click noch keine Spielgenehmigung vorlag – und legte dort einen missratenen Start hin: In den ersten zwei Innings musste er gleich drei Runs hinnehmen.

Doch was dann folgte, hätten wohl nicht mal die kühnsten Optimisten im Ballpark Eglfing erwartet: Plötzlich fing sich Darren Fisher, seine Würfe bekamen Präzision und den nötigen Wumms, sodass der Tornados in den folgenden sieben Abschnitten kein Punkt mehr gelang. Am Ende eines „Complete Game“, in dem Fisher volle neun Innings auf dem Hügel gestanden war, hatte der US-Pitcher seine Disciples zu einem 4:3-Erfolg geführt – wodurch die Haarer Revanche nahmen für die 5:10-Pleite am Vortag.

„Darren hat uns die Chance gegeben, das zweite Spiel zu gewinnen“, lobt Trainer Philipp Howard. „Es war definitiv seine beste Leistung bisher.“ Ob diese dazu führe, dass Fisher auch weiterhin bei den Disciples bleiben wird? Auf diese Frage will der Coach keine Antwort geben. Und so ist Stand jetzt offen, wer am nächsten Wochenende im zweiten Duell gegen Ulm als Startwerfer beginnen wird – ob Darren Fisher oder Neuzugang Michael Click.

In der ersten Partie werden die Disciples dagegen wieder auf Jan Tomek setzen. Der Tscheche hat diese Saison bis dato sehr ordentliche Leistungen gezeigt und weiß auch im Auftaktmatch gegen Mannheim zu überzeugen. Allein seine Kollegen agieren in der Defensive unkonzentriert und leisten sich drei böse Errors. „Da haben wir uns nicht mit Ruhm bekleckert“, ärgert sich Philipp Howard und meint vor allem das letzte Inning, in dem die Disciples ein 5:4 aus der Hand geben und sechs Runs erlauben. Zu dem Zeitpunkt steht bereits Nateshon Thomas auf dem Hügel, sonst ein sicherer Closer, der am Ende eines Spiels den Sieg über die Zeit bringt. Diesmal jedoch sei der Mann von den Britischen Jungferninseln „ein bisschen müde geworden“, sagt sein Coach, dessen Team letztlich mit 5:10 verliert.

Tags darauf legen beide Angriffsreihen einen Blitzstart hin: Nach zwei Innings und beim Stand von 4:3 für Haar rechnen die Fans bereits mit einem Schlagfestival. Doch dann fangen sich die Pitcher auf beiden Seiten und die Disciples können dank ihrer vier Runs im Auftaktdurchgang am Ende einen 4:3-Sieg davontragen. Offensiv landen William Thorp und Miguel Pineiro wichtige Treffer; im ersten Spiel hatten wieder mal Christoph Ziegler und Lukas Steinlein geglänzt. 

Haar Disciples – Mannheim Tornados 5:10, 4:3

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