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„Ich liebe den Trainerjob“: Ex-Football-Spieler Ray Hurt ist ein Mann der leisen Töne. 

Ray Hurts Herz schlägt für Football und Basketball

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Bis vor zwei Jahren hat Ray Hurt die Footballer der Feldkirchen Lions trainiert, damals in der Regionalliga. Von dort wechselte er nicht nur die Sportart, sondern auch seine Schützlinge waren allein schon optisch eine komplett andere Welt.

Ismaning – Statt mit ausgewachsenen Männern, die gerne mal an den zwei Metern kratzen und bis zu 150 Kilo auf die Waage bringen, waren Hurts neue Spieler ein bis zwei Köpfe kleiner und nicht mal halb so schwer – nämlich die Basketballerinnen des TSV Ismaning.

Wie groß die Umstellung war? Diese Frage erübrigt sich beim Blick auf das T-Shirt des Trainers, das den Schriftzug trägt: „Anyone Can Coach Boys, A Real Man Coaches Girls“, was übersetzt bedeutet: „Buben kann jeder trainieren, echte Männer trainieren Mädchen.“ Wobei diese Erkenntnis auch für den erfahrenen Coach Ray Hurt neu war, hatte er doch vor seinem Engagement bei den Isis ausschließlich Buben- und Männer-Teams trainiert – im Football wie im Basketball.

Diesen zwei Sportarten gehört das Herz des Amerikaners, der 1986 mit der US-Army nach Deutschland kam. Hier hat er für den FC Bayern und den TSV Grünwald Basketball gespielt; außerdem lief er für die Munich Cowboys in der Football-Bundesliga auf. Und zwar als Offensive und Defensiv Lineman – das sind jene schweren Jungs in der vordersten Reihe, deren Physis ihr halbes Kapital ist. Entsprechend verfügt Ray Hurt auch heute noch über einen Körper der Marke Schrankwand und Oberarme, die es mit jedem Fußballeroberschenkel aufnehmen können. Dabei ist der 48-Jährige im Gespräch und auch auf dem Feld eher ein Mann der leisen Töne. Als Basketballtrainer hat er einst die Olchinger Männer in die Regionalliga geführt; und auch bei den Isis-Frauen gelang ihm in seiner ersten Saison 2016 der Aufstieg in die Bezirksliga.

„Ich liebe Basketball und Football, und ich liebe den Trainerjob“, betont Hurt, der im Hauptberuf im amerikanischen Generalkonsulat arbeitet. Schon als Jugendlicher habe er Lehrer werden wollen. „Doch weil meine Familie so arm war, konnte ich nicht aufs College und bin zur Armee gegangen.“ Als Lehrer versteht er sich nun auch auf dem Basketball- und Footballplatz – egal, ob ihm gegenüber ein 150-Kilo-Koloss oder ein 14-jähriges Mädchen steht. Denn, so sagt es Ray Hurt in seiner Muttersprache: „A coach is a coach. That’s it.“ps

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