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Volle Pulle am Beach: Kirsten Walter von „Die Brüder“ (r.) und Leonie Kattner von den „Beach Bazis“.

Im Sand Corona getrotzt

  • vonGuido Verstegen
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Fast genau ein Jahr nach den deutschen Beachhandball-Meisterschaften in Berlin und eine Woche, nachdem die Titelkämpfe 2020 Corona-bedingt ausgefallen sind, ist am Sonntagmorgen in Ismaning ein hochkarätig besetztes Frauen-Blitzturnier über die Bühne gegangen.

Ismaning – „Endlich mal wieder ein Wettkampf!“, freute sich Frauen-Bundestrainer Alexander Novakovic – und gab damit die auf der Beach-Anlage des TSV Ismaning am Sportpark grassierende Stimmung wieder. Seit der Deutschen Meisterschaft 2019 hatte es kein offizielles Turnier mehr gegeben, entsprechend groß waren Elan und Enthusiasmus unter den Teilnehmern.

Der Deutsche Handball-Bund (DHB) war mit zwei Stützpunkt-Teams vertreten, die auf den Gastgeber „Die Brüder“ sowie auf die „Beach Bazis“ vom TSV Schleißheim trafen. Die Partien – gespielt wurde unabhängig vom Ausgang der beiden Sätze mit einem zusätzlichen Shoot-out – wurden zwar von DHB-Schiedsrichtern geleitet, die genauen Spielstände wusste nachher allerdings kaum jemand. „Gefühlt“ hätten „Die Brüder“ alle drei Duelle für sich entschieden und seien in der Abschlusstabelle „wahrscheinlich“ vor den beiden Stützpunkt-Teams und den „Beach Bazis“ gelandet, sagte Novakovic.

Für den 36-Jährigen war das Ganze eine „runde Geschichte“, zumal sich alle Beteiligten an das in Corona-Zeiten geltende und auf dem Isi-Beach bereits erprobte Hygienekonzept gehalten hätten: So musste bei An- und Abreise der Mannschaften sowie zwischen den Spielen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, gab es für die teilnehmenden Teams markierte Aufenthaltszonen, und es wurden fortwährend Hände und Bälle desinfiziert.

„Das war eine runde Sache“, machte Novakovic anderen Vereinen Mut, auch in der Pandemie-Krise kleinere Wettbewerbe zu organisieren: „Wenn man das vernünftig macht und das DHB-Hygienekonzept auflegt, ist das – wenn die Infektionszahlen so bleiben – zumindest Outdoor und zeitlich befristet möglich, Indoor ist das natürlich eine ganz andere Geschichte.“

Somit stand denn auch für alle Beteiligten fest: Das Ganze muss wiederholt werden. Novakovic: „Wir machen das Turnier in Zukunft zu einer festen Institution.“

Auch Gregor Köbrich hatte das Wettkampf-Feeling schmerzlich vermisst: „Es war schön, es war für uns alle einfach gut!“, sagte der Trainer der „Beach Bazis“. Die Schleißheimerinnen waren mit zehn Frauen und zwei B-Jugendlichen am Start – Urlauberin Isabel Kattner fehlte, seine beiden anderen Nationalspielerinnen Michelle Köbrich und Belen Gettwart kamen auch in den Stützpunkt-Vertretungen zum Einsatz.

Für die Frauen-Auswahl und die B-Jugend der „Beach Bazis“ steht am 22./23. August mit dem Sparkassen-Beach-Cup des HV Sachsen-Anhalt in Magdeburg tatsächlich auch ein offizielles Turnier auf dem Programm.

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