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Brüllende Hachinger zeigen Bottrop die Zähne

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Von Überheblichkeit weit entfernt: Der Hachinger Angreifer Christian Dünnes (l.) erledigt auch den Routine-Job in Bottrop mit höchster Konzentration.  Foto: Guido Jansen
Von Überheblichkeit weit entfernt: Der Hachinger Angreifer Christian Dünnes (l.) erledigt auch den Routine-Job in Bottrop mit höchster Konzentration. Foto: Guido Jansen

Unterhaching - Erst Champions League in Frankreich, dann wieder Bundesliga im Ruhrgebiet: Generali Haching löste die Pflichtaufgabe bei RWE Volleys Bottrop mit Bravour und gewann 3:0.

Bottrop/Unterhaching - Gebrüll in Bottrop. „Ich musste einfach ganz viel brüllen. Denn irgendwie hatte ich Angst, dass ich sonst einschlafe.“ So erklärte Sebastian Prüsener, der Abwehrchef von Generali Haching, warum er am Sonntag so laut war. Das Stimmbänder-Strapazieren hat geholfen. In der Volleyball-Bundesliga setzte sich Haching letztlich deutlich mit 3:0 im Ruhrpott durch. 25:21, 26:24, 25:16 lauteten die Satzverhältnisse gegen die RWE Volleys Bottrop.

„Das ist hart zurzeit“, erklärte Kapitän Max Günthör, wie sich der Stress mit Champions League und Bundesliga auswirkt. „Du sitzt zwölf Stunden im Bus und spielst dann einen Tag später gegen den sieglosen Tabellenletzten“, hatte Günthör eine mögliche Stolperfalle in Form eines Motivationslochs ausgemacht. Gestolpert sich die Hachinger nicht. Die Mannschaft von Trainer Mihai Paduretu schaffte es mit besonders viel Körpersprache, die Motivation oben zu halten. „Das finde ich sehr professionell“, lobte Angreifer Christian Dünnes die Mitspieler. Schließlich läge die Gefahr, bei solchen Spielen überheblich zu agieren nahe. „Aber davon sind wir weit entfernt“, so der 27-Jährige.

Das künstliche Hochhalten der Aggressivität hatte seinen Preis. Und den hätte der Pokalsieger in Bottrop im zweiten Satz beinahe bezahlen müssen. Beim Stande von 9:5 schien der Durchgang und damit eigentlich auch die Partie unter Kontrolle zu sein. Günthör hatte drei Mal in Folge mit Wirkung aufgeschlagen. Vielleicht war die Konzentration deswegen ein wenig abgefallen. Denn in den folgenden Minute holte Bottrop auf. Zum 20:20 produzierte Haching dann einen Aufstellungsfehler. Prüsener ließ einen direkten Fehler in der Annahme folgen, der die Bottroper 21:20 in Führung brachte.

„Da mussten wir wirklich beißen“, gestand Kapitän Günthör. Der Pokalsieger zeigte die Zähne, markierte die beiden nächsten Punkte mit starker Abwehr und einem souveränen Dünnes. Als Kaliberda anschließend ein Ass zum 26:24 ins Bottroper Feld hämmerte, war die Partie so gut wie entschieden - und Prüsener brüllte am lautesten. Denn diesmal erlaubten die Bayern dem Gastgeber aus dem Ruhrpott keine Rückkehr ins Spiel. Günthör markierte mit einem Monsterblock das 7:4, Alexander Shafranovich baute die Führung mit zwei Assen auf 12:7 aus, Bottrop war geschlagen und die Hachinger hatten sich einen Wunsch erfüllt; nämlich den nach einer möglichst schleunigen Heimfahrt.

Guido Jansen

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