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Nur kurz unzufrieden: KSC-Trainer Florian Rathgeber nimmt eine Auszeit.

Handball Kirchheimer SC

Bundesliga geschaut, Einzelgespräche geführt

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Weil in der Gymnasiumshalle die Tore ausgetauscht werden mussten und sich diese Bauarbeiten überdies verzögerten, haben die Handballer des Kirchheimer SC im November drei Wochen lang nicht trainieren können. Das Männer-Team hat sich dennoch getroffen – zu einer „Krisensitzung“, wie Trainer Florian Rathgeber offen einräumt.

Kirchheim – Schließlich hatte der Bezirksklassist in dieser Saison eigentlich „was bewegen wollen“, wie es der Coach ausdrückt – sprich: in der Tabelle vorne mitmischen. Doch dann startete der KSC mit vier Niederlagen, darunter ein besonders bitteres 26:27 gegen die Vierte Mannschaft des einstigen Partners SV Anzing.

„Wir haben uns zusammengesetzt, Bundesliga geschaut, und ich habe viele Einzelgespräche geführt“, berichtet Rathgeber. Der Tenor sei dabei gewesen: „Die Jungs wollen alle was erreichen, aber wir müssen als Mannschaft mehr zusammenwachsen.“ Im ersten Spiel nach der Aussprache gelang dem KSC ein Pflichtsieg beim Tabellenletzten FC Bayern III. Nun hat der KSC nach einem erneuten Rückschlag in Haar (25:30) ein Ausrufezeichen gesetzt: Daheim bezwang das Team den Tabellenzweiten TSV München-Ost III mit 31:26. „So ein Spiel tut brutal gut“, freut sich Rathgeber. „Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal einunddreißig Tore gemacht haben.“

In eigener Halle läuft es vom Start weg gut für die Kirchheimer, die früh auf 8:2 davonziehen. Zwar schmilzt der Vorsprung bis zur Pause auf 15:12, und wenig später heißt es gar nur noch 18:17. Danach aber wacht der KSC wieder auf und fährt letztlich einen 31:26-Sieg ein. „Die Mannschaft hat heute gezeigt, was für ein Potenzial in ihr steckt“, bilanziert ein zufriedener Rathgeber, der aber auch nachdenkliche Töne anschlägt: „Mit fünf Niederlagen werden wir diese Saison nach oben hin wohl kaum mehr Chancen haben.“

Kirchheimer SC – TSV München-Ost III 31:26 (15:12)

KSC: Feclis – Andrianu (8), Daur (5), Runge (5), Ferstl (4/1), Dirl (3), Sturm (2), Munteanu (2/1), Deml (1), Heinze (1).

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