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„Da wächst was zusammen“

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Von: Harald Hettich

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Petr Vorisek hat den ERSC Ottobrunn auf Erfolgskurs gebracht.
Petr Vorisek hat den ERSC Ottobrunn auf Erfolgskurs gebracht. © bro

Ottobrunn – Tolle Energieleistung der Eishockey-Bezirksliga-Cracks des ERSC Ottobrunn. Das Match der Puckjäger vom Haidgraben in Moosburg beim EV Aich geriet zweieinhalb Drittel lang hoch umkämpft. Am Ende hatten die Landkreis-Kellenkünstler durch einen fulminanten Schlussspurt vor in 2G+-Zeiten leider nur handverlesener Zuschauerschar mit fünf Treffern in den letzten zehn Minuten noch einen 6:1 - Auswärtserfolg herausgeschossen.

Mit dem fünften Sieg im fünften Match und bei einer Klasse-Tordifferenz von 40:6 Treffern zieren die Schützlinge von Trainer Petr Vorisek weiter die Sonnenseite auf Platz eins des Tableaus. Nur der DEC Inzell ist neben starken Ottobrunnern noch verlustpunktfrei, hat aber in der Schieflage des „Corona-Spielplans“ erst drei Partien ausgetragen.

In Aich entwickelte sich vom ersten Bully an eine kämpferisch von beiden Seiten hoch ambitioniert geführte Partie. Zu Beginn dominierten die konzentrierten Abwehrreihen beider Teams. ERSCO-Schlussmann Severin Dürr stand sicher. Etwas glücklicher im Auftaktabschnitt agierten die Hausherren. Aichs Stürmer Assig erzielte das einzige Tor im ersten Drittel (16.).

Der ERSCO kam nach klarer Vorisek-Analyse entschlossen aus der Kabine. Den Wendepunkt der Partie sollte dabei der Spieler des Tages markieren. Markus Hulm veredelte eine schöne Kombination über Krumbiegel und Kofron zum verdienten Ausgleich (23.). Danach wogte die Partie hin und her. Ottobrunn hatte ein Chancenübergewicht. Doch Aich verteidigte geschickt und blieb bei seinen Gegenstößen gefährlich.

Kein Problem hatten die umsichtigen Referees. In der so umkämpften Partie blieben die Strafbankzeiten für Aich (9 Minuten) und den ERSCO (12) höchst überschaubar.

Dafür geriet der Schlussabschnitt umso spektakulärer. Nach zehn Minuten Anlaufzeit im Schlussabschnitt übernahmen die Gäste endgültig das Ruder. Adam Kofron gelang zunächst auf gut getimtes Feicht-Zuspiel die 2:1-Führung (51.). Dann klingelte es nahezu im Minutentakt weiter im Aicher Kasten. Hulm mit einem Doppelschlag nach schönem Solo (52.) und Klassezuspiel von Tobias Huber beim 4:1 (54.) sorgte für die Vorentscheidung. Danach belohnte sich Feicht mit seinem Treffer zum 5:1 für seine gute Leistung (56.). Adam Kofron auf genau getimtes Hulm-Zuspiel versenkte den Puck kurz vor Tore-Schluss zum 6:1-Endstand.

„Sehr zufrieden“ mit der Vorstellung seiner Mannschaft war der wie gewohnt seine Worte genau wägende Chefcoach Petr Vorisek. Umfassender die Aussage von Teamsprecher Georg Critharellis. „Da wächst etwas zusammen, lobte der selbst grippal verhinderte Verteidiger die Moral der dezimierten Gästetruppe. „Das gilt besonders auch für unseren tollen Betreuerstab. Besonders jetzt in Coronazeiten leisten die einen irren Job und tun alles für den Erfolg des Teams. Muss auch mal gesagt werden in diesen Zeiten.

EV Aich – - ERSC Ottobrunn 1:6 (1:0 / 0:1 /0:5)

Zuschauer: 80 Strafminuten: 9/12

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