Nikoloz Basilashvili (l) und Jan-Lennard Struff  am Aumeister in München
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Turniersieger Nikoloz Basilashvili (l) und Jan-Lennard Struff beim freundschaftlichen Plausch nach dem Finale am Englischen Garten.

Ex-Großhesseloher setzt sich im Finale gegen den aktuellen TCG-Profi Jan-Lennard Struff durch

Der Aumeister in Großhesseloher Händen

  • vonRobert M. Frank
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München/Landkreis – Für die Tennisprofis aus dem Landkreis waren die BMW Open in München richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Sandplatzsaison, die auf ATP-Ebene in dieser Woche auf mit dem Masters-Wettbewerb in Madrid sowie in der darunter liegenden Challenger-Serie in Prag fortgesetzt wird.

VON ROBERT M. FRANK

Am meisten von der 104. Auflage der Internationalen Tennismeisterschaften von Bayern profitieren konnte Großhesselohes Bundesligaspieler Jan-Lennard Struff (ATP 40). Die deutsche Nummer zwei schrammte bei dem mit 419 270 Euro dotierten ATP-Turnier auf der Anlage des MTTC Iphitos München nur knapp an seinem ersten ATP-Titel vorbei. Der 31-jährige Warsteiner zeigte am Aumeisterweg bei seinen fünf Auftritten auf dem Centercourt starke Vorstellungen und war erst im Finale vom ebenfalls sehr stark aufgelegten Ex-Großhesseloher Nikoloz Basilashvili zu bremsen, der im Laufe des Turniers keinen einzigen Satz abgab.

„Niko hat sehr gut gespielt und ich kam nie in die Offensive. Es war eine gute Woche, aber es sollte nicht sein“, sagte Struff nach der vertanen Chance auf seinen ersten ATP-Titel. Trotz des verlorenen Endspiels ist „Struffi“ ein Gewinner der Münchner Turnierwoche.

Die Nummer eins des TCG machte in der gwastern aktualisierten Weltrangliste vier Plätze gut und kehrte wieder in die Liste der besten 40 Tennisspieler der Welt zurück.

Für Struffs TCG-Teamkollegen Philipp Kohlschreiber (ATP 119) lief der diesjährige Auftritt auf der Tennisanlage am Englischen Garten indes nicht so gut wie gewohnt. Für den dreimaligen Rekord-Turniersieger (2007, 2021, 2016) aus Ottobrunn war bereits in der ersten Runde Schluss. Insbesondere die Unterstützung der Fans bei dem Turnier ohne Zuschauer dürfte besonders dem Münchner Publikumsliebling abgegangen sein.

Das Erstrundenaus war für den TCG-Profi insofern ärgerlich, da der achtmalige ATP-Champion in der Weltrangliste zum einen fünf Plätze verlor. Und zum anderen an Boden verlor, was eine Qualifikation für die olympischen Sommerspiele in Japan anbelangt. In dieser Wertung weiterhin gute Karten hat Kevin Krawietz (ATP Doppel 16), der zusammen mit seinem niederländischen Partner Wesley Koolhof (ATP Doppel 10) die Doppelkonkurrenz in München gewann. Da dem in der Oberhachinger TennisBase trainierenden Krawietz allerdings sein angestammter Kölner Doppelpartner Andreas Mies (ATP Doppel 23) nach einer Knieoperation noch länger fehlt, muss sich der Münchner für die olympischen Spiele einen anderen deutschen Doppelpartner suchen.

TCG-Lokalmatador Peter Gojowczyk (ATP 132) konnte mit seiner Halbfinal-Teilnahme in der Doppelkonkurrenz mit Dustin Brown (ATP 298) zumindest in diesem Wettberwerb etwas Selbstvertrauen für die Sandplatzsaison sammeln. Die Oberhachinger TennisBase hatte nach dem Heimturnier ohne Viertelfinalteilnehmer bei drei Startern eine gemischte Bilanz gezogen (wir berichteten).

Für Publikumsliebling Philipp Kohlschreiber aus Ottobrunn war diesmal am Aumeister schon früh Schluss.

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