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Der ERSC Ottobrunn strebt nach oben

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Von: Harald Hettich

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Ab heute gilt’s: Trainer Petr Vorisek will mit dem ERSC Ottobrunn in die Landesliga. Nachwuchstalente sorgen für neue Qualität
Ab heute gilt’s: Trainer Petr Vorisek will mit dem ERSC Ottobrunn in die Landesliga. Nachwuchstalente sorgen für neue Qualität © Robert Brouczek

Am Freitag beginnt mit dem Heimspiel gegen Königsbrunn der Kampf um den Landesliga-Aufstieg.

Ottobrunn – Jetzt wird es richtig spannend für die Eishockey-Cracks des ERSC Ottobrunn. Denn nach der verlustpunktfreien Ouvertüre in der Gruppe 3 der bayerischen Bezirksliga geht es nun um den Aufstieg. Im Viertelfinale der besten acht Bezirksliga-Teams aus vier Gruppen treffen die Schützlinge von Petr Vorisek ab diesem Freitag auf den Tabellenzweiten der Gruppe 4, den EV Königsbrunn. Nur für den Sieger im Modus „best of three“ mit zwei notwendigen Siegen geht es im K.O.-System weiter. Lediglich die beiden besten Teams der gesamten Playoffs bekommen am Ende das Aufstiegsrecht zur Landesliga und ermitteln zudem in zwei Finalpartien den Bayerischen Bezirksligameister. „Wir müssen also zwei K.O-Runden überstehen, um unser Hauptziel vom Aufstieg zu realisieren“, erklärt Teamsprecher Georg Critharellis. „Volle Konzentration auf Königsbrunn lautet deshalb das Motto am Haidgraben. Am Freitag um 20.15 Uhr startet die Serie mit dem Eröffnungs-Bully im Ottobrunner Eisstadion. Bis zu 400 Zuschauer darf der ERSCO in Pandemiezeiten empfangen. Es gilt die 2G-Regel.

Am Sonntag findet um 20 Uhr das Re-Match im Süden Augsburgs statt. Sollte ein drittes Spiel nötig sein, hätten die Ottobrunner am Freitag darauf (erneut 20.15 Uhr) am Haidgraben erneut Heimrecht.

Betrachtet man die Serie mit 16 Siegen aus ebenso vielen Spielen des Grunddurchgangs, dann reibt sich mancher langjährige Beobachter des in den Vorjahren eher überschaubaren ERSCO-Männer-Eishockeys verwundert die Augen. Doch der aktuelle Erfolg samt Aufstiegs-Aussicht kommt nicht von ungefähr. Zum einen arbeitet der im zweiten Jahr am Haidgraben agierende, tschechische Chefcoach Petr Vorisek mit Akribie, Weitblick, viel System und umfassender Kenntnis am jungen Erfolgsmodell.

Dazu gesellt sich ein Team, das dank bekannt guter ERSCO-Kontakte nicht nur mit hochwertigen Akteuren von außerhalb ergänzt werden konnte. Auch aus dem üppigen, erfolgreichen, beständig qualitativen Nachwuchsprogramm des Vereins stoßen hungrige Talente immer mehr nach.

Dazu gesellt sich eine umsichtige Planung der Vereins- und Abteilungsspitze in allen Detailfragen von Trainingsplanung bis Eiszeitverteilung, ein engagiert-kenntnisreicher Trainer- und Betreuerstab in allen Teams. „Die Mischung macht‘s“, bekennt Critharellis, der beim ERSCO vor allem das Prinzip der „funktionierenden Eishockeyfamilie“ betont wissen möchte. Das mit dem Erfolg, der sich in der Nachwuchsarbeit bereits lange eingestellt hat, brauche eben seine Zeit, bis er auch zur Ersten Mannschaft durchdringe. Jetzt sei man dran am nächsten Entwicklungsschritt.

Nun kann das erste Schrittchen Richtung Landesliga unternommen werden. „Der Kader ist vollständig am Start“, weiß Critharellis in Pandemiezeiten längst nicht Selbstverständliches zu berichten. „Wir müssen uns voll auf Königsbrunn fokussieren“, weiß das Verteidiger-Urgestein. „Wir erwarten ein schweres Stück Arbeit.“ Wohl nicht zu Unrecht. Auch die Lech-Schwaben haben in ihrer Gruppe eine starke Spielzeit mit über einhundert Treffern hinter sich gebracht. „Dennoch konzentrieren wir uns voll auf uns, haben den Gegner nicht beobachtet“, so Critharellis. Von Seiten der „Pinguine“, wie der Traditionsverein vor den Südtoren Augsburgs genannt wird, werden die Ottobrunner auf den „Favoritenschild“ gehoben. „Ich bin mir auch sicher, dass wir letztlich weiterkommen werden“, nimmt Critharellis den Steilpass auf.

Nationalmannschaft als warnendes Beispiel

Einen Side-Step wagt der erfahrene Verteidiger auch in Richtung Olympia. Das frühe Scheitern des selbsterklärten Medaillenkandidaten Deutschland muss Warnung genug sein. „Wir müssen über den Teamgedanken kommen – wie die deutschen Mannschaften zu ihren besten Zeiten“, fordert er. Beste Zeiten, die man am Haidgraben spätestens ab heute einläuten möchte.

Nachwuchstalente sorgen für neue Qualität

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