Kanarische Freude: Die DHB-Frauen von Bundestrainer Alexander Novakovic aus Ismaning (links) gewinnen ein EM-Vorbereitungsturnier.auf Gran Canaria. Foto: DHB
+
Kanarische Freude: Die DHB-Frauen von Alexander Novakovic (links) gewinnen ein EM-Vorbereitungsturnier.

Beach-Handballerinnen schlagen Spanien im Finale – Abschluss-Lehrgang in Ismaning

DHB-Frauen werfen sich warm für die EM

  • VonGuido Verstegen
    schließen

Las Palmas/Ismaning – Drei Wochen vor Beginn der Europameisterschaft in Varna/Bulgarien hat das deutsche Beachhandball-Nationalteam der Frauen das Vorbereitungsturnier auf Gran Canaria für sich entschieden. Im Finale bezwangen die Schützlinge von Bundestrainer Alexander Novakovic (TSV Ismaning) Gastgeber Spanien im Shootout.

Viel Zeit blieb den deutschen Beachhandballerinnen nicht, um den Triumph zu genießen: Am Tag nach dem Finalsieg gegen den EM-Fünften von 2019 standen zwei weitere Trainingseinheiten und ein Trainingsspiel auf dem Programm. „Wir haben noch nichts erreicht“, wollte Bundestrainer Alexander Novakovic den Triumph beim EM-Vorbereitungsturnier – weitere Teilnehmer waren neben Spanien noch Polen (2019 EM-12.) und Portugal (2019 EM-15.) – nicht überbewerten. „Die Mannschaft hat sich aber von Spiel zu Spiel weiterentwickelt und kontinuierlich Baustellen geschlossen.“

Die zeigten sich vor allem in der Offensive, wo es im Umschaltspiel „noch Luft nach oben“ gegeben habe, so Novakovic. Zum Turnierauftakt gegen die Gastgeberinnen setzte es denn auch eine 0:2-Niederlage: Im ersten Satz ließ das Team zu viele Chancen aus, im zweiten Abschnitt kam es zunächst nicht mit der offensiven Deckung der Spanierinnen zurecht.

In der zweiten Partie gegen Polen (1:2) steigerte sich die DHB-Auswahl deutlich, allerdings stimmte im ersten Satz erneut die Trefferquote nicht. Nach einem 24:14 im zweiten Satz musste sich das Team im Shootout geschlagen geben (5:6). Gegen Portugal verlor man den ersten Satz knapp, der zweite ging klar an die deutsche Mannschaft, die auch den Shootout gewann (5:4).

Sowohl in der Vorschlussrunde als auch im Finale musste der EM-Zehnte von 2019 in den Shootout, legte aber jeweils mit einer überzeugenden Vorstellung im zweiten Satz den Grundstein zum Erfolg und revanchierte sich gegen Polen sowie gegen Spanien für die in der Vorrunde erlittenen Niederlagen. „Für uns ist jeder Wettkampf wertvoll – wo Stress passiert, wo Druck entsteht“, sagte Bundestrainer Alexander Novakovic und erinnerte daran, dass sein Team erst zwei Lehrgänge absolviert habe. „Dabei lag der Schwerpunkt auf der Defensivarbeit – und die war im Turnier auf gutem Wettkampfniveau.“

Den letzten DHB-Lehrgang in Ismaning (8. bis 12. Juli) unmittelbar vor dem EM-Turnier im bulgarischen Varna (12. bis 19. Juli) will Novakovic nutzen, um weitere Details – vornehmlich Automatismen im Angriff – anzugehen: „Das französische Nationalteam wird ebenfalls vor Ort sein, direkte Duelle werden beide Mannschaften sicher voranbringen.“

Ein Sonderlob hatte der 37-Jährige für Torhüterin Katharina Filter (Buxtehuder SV/Sandmöpse) parat, die „eine bombastische Leistung“ gezeigt habe. Verletzungen und Hallen-Verpflichtungen von Stammspielerinnen in Bundesliga-Klubs führten dazu, dass auf Gran Canaria gleich vier Spielerinnen ihre Premiere im DHB-Trikot erlebten: Sarah Irmler (TSV Haunstetten/Brüder Ismaning), Amelie Möllmann (Ketscher Bären/Minga Turtles), Liv Süchting (Buxtehuder SV) und Lotta Woch (TSV Harrislee). Mit Belen Gettwart (HCD Gröbenzell/Beach Bazis Schleißheim) und Michelle Schäfer (TSV Haunstetten/Brüder Ismaning) debütierten zudem zwei Jugend-Nationalspielerinnen bei den Frauen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare