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„Die Bayernliga bleibt klares Ziel“

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Von: Harald Hettich

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Die Karten werden wohl ab Februar aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen der Vereine komplett neu gemischt. Vom Potenzial her haben wir den Aufstieg drauf. Es wird aber viel Arbeit, uns mental und physisch wieder in die nötige Wettkampfform zu bringen.
Die Karten werden wohl ab Februar aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen der Vereine komplett neu gemischt. Vom Potenzial her haben wir den Aufstieg drauf. Es wird aber viel Arbeit, uns mental und physisch wieder in die nötige Wettkampfform zu bringen. © Hettich

Unterhaching – Florian Pöppl (32) coacht die Damen des Basketball-Bezirksoberligisten TSV Unterhaching seit zwei Jahren trotz Pandemie sehr erfolgreich und hat mit neuen Spielsystemen und Trainingsmethoden eine sichtbare Entwicklung gebracht. Im schwierigen Corona-Herbst 2021 hat sich Pöppl mit seinem Team dank überzeugender Leistungen an der Spitze der oberbayerischen Ligastaffel festgebissen.

Der Kriminalhauptkommissar beim Bayerischen Landeskriminalamt arbeitet in Unterhaching nicht nur akribisch mit den Damen. Der treffsichere Shooting-Guard glänzt auch noch selbst im Spiel beim Zweit-Regionalligisten BC Hellenen. In beiden Bereichen will der auch ansonsten vielseitig sportbegeisterte Taufkirchner im kommenden Jahr kräftige Akzente setzen. Wir haben uns mit Florian Pöppl über das alte und das neue Jahr unterhalten.

Es war ein schwieriges Sportjahr, das Jahr 2021. Wo lagen die hauptsächlichen Probleme beim Damenteam des TSV Unterhaching?

2021 war sportlich aus sportlicher Sicht ein einziges Durcheinander. Sich ständig ändernde Vorschriften der Trainingsregularien. Dazu unsere schwierige Hallensituation mit ständig wechselnden Örtlichkeiten und amit keine Trainings-Routine. Ab Oktober wurde es in den Hallen zudem eng, weil viele Sportarten ihren Trainingsbetrieb dorthin verlegten. Trainingseinheiten wurden ersatzlos gestrichen. Der Verein kann dafür nichts. Mit ungeheurem Einsatz und Engagement haben sich die Verantwortlichen für unsere Belange eingesetzt. Dafür gebührt ihnen Dank.

Wie präsentiert sich Ihnen die sportliche Situation Ihres Teams?

Trotz des Engagements vieler war es für mich und mein Team eine sehr frustrierende Situation, zumal ich ja im Sommer angekündigt hatte, oben in der Liga mitspielen zu wollen. Elementare Voraussetzung dafür sind regelmäßige Trainingseinheiten mit der kompletten Mannschaft, da man nur so entsprechende Systeme einstudieren und Automatismen entwickeln kann. Umso erfreulicher war es dann natürlich, dass wir trotz der widrigen Umstände einen erfolgreichen Start hingelegt haben. Da muss man ganz klar meinen Mädels Respekt zollen, die sich von den Problemen nicht entmutigen ließen und frei aufspielten. Aktuell beschäftigt uns vor allem die unklare Regelung zum Spielbetrieb und die Hallensituation.

Welche Ziele formulieren Sie beim TSV für 2022? Immerhin lief es ja sportlich bis zur Unterbrechung, die wohl bis Februar andauern wird, mit einem einem Erfolgslauf aus fünf Siegen in fünf Spielen prächtig.

Mit dem Spielbetrieb dürfte es nach meiner Einschätzung erst im Februar weitergehen. Sportliche Ziele zu formulieren, fällt vor diesem Hintergrund schwer. Andere Teams haben hier bessere Rahmenbedingungen. Wenn es nach mir geht, bleibt der Aufstieg in die Bayernliga klares Ziel. Aber die Karten werden wohl ab Februar aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen der Vereine komplett neu gemischt. Vom Potenzial her haben wir den Aufstieg drauf. Es wird aber viel Arbeit, uns mental und physisch wieder in die nötige Wettkampfform zu bringen. Für mich als Trainer ist es wichtig, die Spielerinnen individuell sportlich weiter zu entwickeln. Spaß am Sport und am Training stehen im Vordergrund.

Das Gespräch führte Harald Hettich.

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