Skeptisch: Christoph Ilg kann sich nur schwer vorstellen, dass es Anfang Oktober tatsächlich losgeht. Foto: Dreyer/A.
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Skeptisch: Christoph Ilg kann sich nur schwer vorstellen, dass es Anfang Oktober tatsächlich losgeht.

Christoph Ilg kann sich Saisonstart im Oktober nur schwer vorstellen

Die Ungewissheit trainiert bei Ismanings Handballern mit

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem letzten Ligaspiel starten die Handballer des TSV Ismaning am 3. Oktober in die neue Landesligasaison – so sieht es momentan zumindest der Spielplan vor. Er hält für die Isis gleich zum Auftakt das „Derby schlechthin“ parat, wie es Trainer Christoph Ilg nennt – nämlich das Duell gegen die SpVgg Altenerding, und das auch noch in der heimischen Realschulhalle.

Ismaning – Doch werden dann Zuschauer in der sogenannten Hölle Süd erlaubt sein? Und werden die Ismaninger überhaupt wie geplant am Tag der Deutschen Einheit spielen können? Stellt man diese Fragen dem TSV-Coach, dann gibt der sich skeptisch. „Wir hoffen alle, dass es Anfang Oktober losgeht“, sagt Ilg. „Aber nach jetzigem Stand kann ich mir das nur schwer vorstellen.“ Grund hierfür ist die Coronakrise, die bereits zum Abbruch der vergangenen Saison geführt hat und deretwegen der Spielbetrieb in Bayern zurzeit noch untersagt ist.

Schon vor zwei Monaten hatte Ilg prognostiziert, dass sein Team den Saisonauftakt wahrscheinlich schon in der neuen Ballsporthalle im Sportpark bestreiten wird – also erst Anfang 2021, wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sein sollen. „Und an dieser Meinung hat sich nichts geändert“, stellt der Trainer nun fest. Dennoch bereite er seine Mannschaft derzeit auf einen Saisonbeginn Anfang Oktober vor. Sollte der Start ins nächste Jahr geschoben werden, so Ilg, „dann müssen wir den Trainingsplan noch mal komplett umwerfen“.

In den bisherigen Vorbereitung habe der Fokus vor allem im athletischen Bereich und auf der Ausdauer gelegen. Zum Teil fanden die Einheiten dabei im Freien statt – auch weil die Realschulhalle zuletzt wegen Reparaturarbeiten drei Wochen lang gesperrt war. Seit Donnerstag können die Isis wieder in ihre angestammte Trainingsstätte, wo nun im September ein intensives Programm mit vielen Taktik- und Technikeinheiten anstehe, sagt Ilg. Dazu werden eine Reihe von Testspielen kommen, auch gegen höherklassige Klubs wie Friedberg und Landshut.

In diesen Partien soll sich die Mannschaft die nötige Praxis holen und einspielen. Zwar ist der Kader größtenteils zusammengeblieben, in Spielmacher Simon Lang, Routinier Fabian Stoiber und Torwart Georg Zimmermann sind jedoch zentrale Spieler gegangen. Demgegenüber stehen zwei Neuzugänge. Vom SG Süd/Blumenau ist Adrian Höge zu den Isis gewechselt – ein Rechtsaußen, der bereits Längerem mit dem Team trainiert. Dazu ist jetzt noch Til Eustachi gekommen, ein Bekannter von TSV-Rückraumspieler Lars Nickel, der laut Ilg als Linksaußen eingeplant ist.

Die Neuen seien bereits gut ins Mannschaftsgefüge integriert worden, sagt der Trainer, der ohnehin hoch zufrieden mit der bisherigen Vorbereitung ist. „Die Jungs sind alle total motiviert – und das, obwohl keiner weiß, ob es im Oktober wirklich losgeht“, lobt Ilg. Sollte der Spielbetrieb tatsächlich starten, dann sind die Ziele der Isis bereits gesteckt. „Wir wollen besser abschneiden als letzte Saison“, stellt der Coach klar. Da lag sein Team zum Zeitpunkt des Abbruchs auf Tabellenrang vier, was bedeutet: Ein Platz unter den Top Drei soll her in der kommenden Saison – wann immer sie auch beginnt.

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