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Ziegler bekommt Glückwünsche vom Bundestrainer

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Von: Patrik Stäbler

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Die Schulter ist wieder belastbar: Christoph Ziegler gibt gegen Ulm sein Comeback. © Stefan Rossmann/Archiv

Am Ende dieses langen Baseballtags hat Christoph Ziegler von den Disciples Haar eine Nachricht auf sein Handy bekommen – Glückwünsche von Bundestrainer Steve Janssen.

Haar – Nicht, dass der 8:1- und 7:3-Doppelsieg der Haar Disciples in der Abstiegsrunde bei den Ulm Falcons sportlich relevant gewesen wäre: Der Bundesligist aus dem München Osten hat den Klassenerhalt längst sicher und „spielt nur noch, um zu spielen“, wie es Sportdirektor Christopher Howard unlängst ausgedrückt hat.

Doch für Christoph Ziegler sind die Partien in Ulm dennoch etwas Besonderes gewesen. Denn erstmals seit April, als er sich im Duell gegen Heidenheim an der Schulter verletzte, schwang der Kapitän der Disciples wieder den Schläger – und wie! So landete Ziegler im ersten Spiel bei allen seinen fünf Auftritten am Schlagmal einen Treffer; insgesamt kam er in beiden Partien auf zwei Runs und schlug überdies zwei Teamkollegen nach Hause.

„Für mich war es natürlich eine tolle Sache, endlich wieder auf dem Feld zu stehen“, sagt Ziegler. Dabei hätte er sein Comeback angesichts der sportlichen Situation in Haar wahrscheinlich auf nächstes Jahr verschoben – wäre da nicht die Europameisterschaft im September. Sie findet heuer in Deutschland statt und ist für den Nationalspieler Christoph Ziegler das große Ziel. Deswegen hat er nach seiner Verletzung auf eine Schulter-OP verzichtet, und deswegen hat er sich in den vergangenen Wochen und Monaten fast täglich in der Reha gequält.

Inwiefern der Bundestrainer das Risiko eingehen wird, einen Spieler zu nominieren, der diese Saison kaum auf dem Feld stand? Bei dieser Frage verweist Ziegler darauf, dass er während seiner Pause in ständigem Kontakt mit Janssen stand. Und auch dessen Glückwunsch nach dem Auftritt in Ulm wertet er als gutes Zeichen. Zwar ist der Kapitän anders als sein Teamkollege Lukas Steinlein bislang noch nicht zum Trainingslager in Japan eingeladen worden, wo sich das Nationalteam ab Mitte August den letzten Feinschliff für die EM holen will. Doch in einem Telefonat habe ihm der Bundestrainer erläutert, dass er ihn erst noch spielen und sehen wolle, ehe eine Entscheidung falle, sagt Ziegler, der vorsichtig optimistisch klingt, was seine EM-Teilnahme anbelangt. Nächste Woche wird der 27-Jährige nach Regensburg reisen, um dort Bundestrainer Janssen zu treffen. Zuvor freilich gastiert Ziegler mit seinen Haarern am Samstag noch im nächsten Abstiegsrundenduell bei den Saarlouis Hornets, wo er weitere Argumente für seine Nominierung sammeln will.

Der Kapitän und sein Kollege im Nationalteam, Lukas Steinlein, sind dabei nicht die einzigen Disciples-Spieler, die das Saisonfinale quasi als Warmup für die Europameisterschaft nutzen: In Richard Klijn und Nateshon Thomas gehören zwei Haarer dem EM-Kader von Großbritannien an. Und auch David Dinski steht ein großes Turnier ins Haus: Der Ex-Regensburger tritt Anfang August für Deutschland bei der U23-EM in Tschechien an.

Ulm Falcons – Haar Disciples 1:8, 3:7

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