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Eishockey-Topspiel in der Eisschnelllauf-Hochburg

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Von: Harald Hettich

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Ottobrunn – Schlagerspiel in der Eishockey-Bezirksliga Süd. Leider wird es beim Duell der beiden noch verlustpunktefreien Teams des DEC Inzell-Frillensee und des ERSC Ottobrunn auch in der theoretisch 6000 Zuschauer fassenden Max-Aicher-Arena in Inzell am Sonntag (17 Uhr) ein Geisterspiel geben müssen. Dennoch sind Vorfreude und Respekt vor dem Gastspiel im Chiemgau groß beim Tabellenführer aus Ottobrunn.

„Inzell ist eine hervorragend eingespielte Truppe mit irrem Offensivdrang“, weiß ERSCO-Teamsprecher Georg Critharellis um die immensen Stärken eines Gegners, der wie die Ottobrunner selbst mit Macht auf einen Aufstieg in die Landesliga drängt.

Davon künden auch die Tore-Statistiken beider Teams. 50:6 Treffer nach sechs Spielen ohne Punkteverlust weisen die Ottobrunner als schlagkräftigen Sturm, mehr aber noch als beste Defensive der Liga aus. Inzell hat 51:9 Treffer angesammelt – bei nur vier Spielen und vier Siegen. „Das könnte ein tolles Match werden“, hofft Critharellis. Mit jeweils einem besonders schillernden Akteur aus Tschechien auf beiden Seiten. Bei den Ottobrunnern kuft bekanntlich Adam Kofron zu Serientorerfolgen am Haidgraben und auf auswärtigen Eisovalen. Bei Inzell übernimmt der bereits 47 Jahre alte Robert Vavroch diese Rolle.

„Top-Fitness“ wird dem ehemalig hochklassig in Tschechien, Österreich und der Schweiz als Profi agierenden Center nicht nur von seinem Coach und Landsmann Jiri Lupomesky attestiert. Auch die Gegner lernen die Schlittschuhfertigkeit des Oldies Woche für Woche schmerzlich kennen. Gegen Aich in der Vorwoche beim 6:4-Sieg der Inzeller traf der Mann aus Budweis erneut dreifach.

ERSC Ottobrunn in Topform

Wie gut, dass auch die Ottobrunner ihre Kanten in den Vorwochen offenbar bestens geschliffen haben. Auch personell bessert das Team von Trainer Petr Vorisek pünktlich zum Schlager noch einmal nach. Mit dem 28-jährigen Grafinger Lukas Pfaffinger, der seine sportliche Ausbildung beim traditionsreichen EHC Klostersee absolvierte und zuletzt beim Regionalligisten Salzgitter wirbelte, sowie dem aus Gebensbach zum ERSCO gewechselten 36-jährigen Tom Zorn hat Ottobrunn seine Stürmer-Phalanx noch einmal ausgebaut. „Die beiden geben uns mit ihrer großen Erfahrung mehr Möglichkeiten“, betont Critharellis.

Im schweren Gastspiel in der eigentlichen Eisschnelllauf-Hochburg, in der die DEC-Eishockey-Asse aber mit der Deutschen Regionalliga-Meisterschaft 1975 durchaus auffällig wurden, kann man die beiden gut gebrauchen. Zumal für die Sturmtanks Fabien Ferron und Andreas Huber nach ausgestandener Corona-Erkrankung ein Einsatz noch zu früh käme. Dagegen wird Xaver Max ins Vorisek-Team zurückkehren.

„Wir müssen hoch konzentriert agieren auf einem relativ kleinen Eisoval und bekannt schnellem Inzeller Eis“, gibt Critharellis den Takt für den Schlager vor. HARALD HETTICH

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