„Zwanzig Minuten einfach nur Vollgas.“ Der Garchinger Mountainbiker Maxi Maier sprintet beim Short Race in Krumbach bergauf. Foto: Maier
+
„Zwanzig Minuten einfach nur Vollgas.“ Maxi Maier sprintet beim Short Race in Krumbach bergauf.

Garchinger Mountainbiker Maxi Maier beim Bundesligaauftakt in Krumbach vom Pech verfolgt

Eiskalt erwischt

  • Martin Lühr
    vonMartin Lühr
    schließen

Garching – Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sitzen vernünftige Menschen drinnen vor dem warmen Ofen oder ziehen sich warm an, wenn sie im Freien unterwegs sind. Nicht Maxi Maier. Der Garchinger hat sich mit kurzer Hose und dünnem Trikot in den Sattel seines Mountainbikes geschwungen beim Bundesligaauftakt in der Innenstadt von Krumbach. „Es war saukalt“, lautet nicht ganz überraschend die Bilanz des 28-Jährigen, den es zudem auch noch in der Schlussphase seines Qualifikationslaufes eiskalt erwischte.

Bei einer Treppe rutschte ihm die Kette vom Kettenblatt. Er musste absteigen und sie mit der Hand wieder auflegen. Zwar vergingen währenddessen nur wenige Sekunden, aber er habe vielleicht zehn Plätze verloren. Die perfekte Ausgangsposition in der Führungsgruppe war also dahin bei diesem Kurzstreckenrennen, Short Race genannt, und damit der Einzug ins Finale.

Nach einem Massenstart waren in Krumbach acht Runden zu bewältigen. „Da fährst Du rund zwanzig Minuten auf Anschlag, ohne Taktik, einfach nur Vollgas.“ Weshalb er während des Rennens die Kälte auch nicht wirklich gespürt habe, erst im Ziel: Ohren und Lunge hätten ordentlich geschmerzt.

Maxi Maier hofft, dass die Bundesliga durch den Wettkampf in Krumbach eine Starthilfe bekommen hat. Andere Veranstalter würden sehen, dass sich ein Rennen trotz der strengen Hygienevorschriften durchführen lasse.

Maxi Maier aus Garching

Alle Fahrer und Betreuer mussten einen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden alt sein durfte, die Veranstaltung war nicht beworben worden und ein auffällig großes Polizeiaufgebot habe dafür gesorgt, dass keine Zuschauer an der Strecke standen. Der nächste Wettkampf, im heuer noch sehr dünnen Wettkampfkalender, könnte Heubach am 24. April sein.

Ende Mai möchte Maier an der Tour de Kärnten teilnehmen, ein Etappenrennen mit dem Rennrad. In Österreich sehe man es mit Sportveranstaltungen „etwas lockerer“, sagt Maier. Dieser Wettkampf ist dann auch Teil seiner Vorbereitung auf das Transalp-Rennen Anfang Juli, das er mit seinem Garchinger Spezl Tobias Storch als Zweier-Team anpacken will. Vom 4. bis 10. Juli geht es bei diesem Mountainbike-Wettkampf in sieben Etappen über 577 Kilometer (18 875 Höhenmeter) von Nauders nach Riva del Garda. Dann ist zwar schon Sommer, aber eine Garantie auf hohe Temperaturen ist selbst das nicht. Schließlich geht es rauf bis auf 2613 Meter, wenn beispielsweise die Forcella di Montozzo zu bezwingen ist. Wenn’s dumm läuft, kann da auch im Juli Schnee fallen. Und dann ist es wieder saukalt.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare