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ERSC Ottobrunn macht Landesliga-Aufstieg perfekt

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Von: Harald Hettich

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Die in dieser Saison nach wie vor ungeschlagenen Ottobrunner (Nr. 28 Andreas Huber) machten mit zwei Siegen gegen den ERC Regen den Aufstieg in die Landesliga perfekt.
Die in dieser Saison nach wie vor ungeschlagenen Ottobrunner (Nr. 28 Andreas Huber) machten mit zwei Siegen gegen den ERC Regen den Aufstieg in die Landesliga perfekt. © Robert Brouczek

5:1-Sieg im zweiten Spiel gegen Regen sorgt für Klarheit – Noch ist die Saison nicht zuende.

Ottobrunn – Das Ticket für die Landesliga ist gebucht. Durch einen 5:1-Sieg im zweiten Halbfinale um die bayerische Bezirksliga-Meisterschaft beim ERC Regen haben die Eishockey-Cracks des ERSC Ottobrunn den Aufstieg in die Landesliga fix gemacht. Nur knapp 48 Stunden nach dem 4:1-Hinspielerfolg am Haidgraben machten die Schützlinge von Erfolgstrainer Petr Vorisek die „Best-of-three“-Serie mit zwei notwendigen Erfolgen vorzeitig klar. Rund 50 mitgereiste Fans der Ottobrunner feierten im Anschluss mit dem Team diesen tollen Erfolg.

Der ERSCO könnte sogar noch nachlegen. In einer neuerlichen Best-of-Three-Serie geht es ab dem kommenden Wochenende (genaue Termine und Vorschau folgen) in der Finalserie um die Bayerische Bezirksligameisterschaft gegen den ERC Sonthofen 1999. Die Allgäuer hatten sich im zweiten Halbfinale souverän in zwei Partien (10:0 / 9:3) gegen den EV Mittenwald durchgesetzt. Ein Erfolg gegen Sonthofen wäre das I-Tüpfelchen auf einer dann perfekten Spielzeit der Ottobrunner. „Das wollen wir gewinnen“, blickte Coach Vorisek entschlossen nach vorn.

Auch das 20. Saisonspiel gewonnen

Am Ende war Jubel. Auch im 20. Saisonspiel war das Vorisek-Team am Sonntag vor rund 250 Zuschauern in Regen ungeschlagen geblieben. Wie bereits am Freitag wartete auf den ERSCO vor dem verdienten Lohn allerdings ein hartes Stück Arbeit. Team und lautstarke Zuschauer der Niederbayern waren fest entschlossen, dem Gast aus Oberbayern einen heißen Tanz zu liefern. Die erste Duftmarke der Ottobrunner setzte Sturmtank Adam Kofron. In der 6. Minute verwertete der ERSCO-Saison-Serientorschütze ein genau getimtes Zuspiel des erneut bärenstarken Xaver Magg zur Führung. Doch Regen blieb hartnäckig. Die Partie entwickelte sich abwechslungsreich. Nachdem sich die Ottobrunner entschlossen den wütenden Angriffen der Gastgeber entgegen geworfen hatten und ERSC-Goalie Severin Dürr einige Geschosse pariert hatte, fiel dennoch der Ausgleich. Eine gelungene Puckstafette der Hausherren verwandelte Regens tschechisches Abwehr-Ass Jaroslav Koma per trockenem Schlagschuss zum Ausgleich.

Umso wichtiger, dass mitten in die anschließende Drangphase des Heimteams Markus Hulm nach Assist-Kombi von Kofron und Adrian Huber kurz vor der Pause zur erneuten Führung traf (20.). Im Mitteldrittel kämpften beide Teams um jeden Zentimeter Eis. Die Gäste boten weiterhin eine formidable Mannschaftsleistung. Durch ein Duett von Vorlagengeber Magg und Vollstrecker Kofron konnten die Ottobrunner ihre Führung zum 3:1 (34.) ausbauen. Trotz guter Gelegenheiten auf beiden Seiten blieb dies im Mittelabschnitt der einzige Tor-Einschlag.

Großes Lob verdienten sich die Gastgeber in einer insgesamt erneut fairen Partie durch ihre nimmermüde kämpferische Einstellung. Spielerisch waren die ERSCOs allerdings das reifere Team. Zweimal noch setzten die Jungs vom Haidgraben ihre Vorteile in Treffer um. Maurice Schiemenz traf nach 52 Minuten zum vorentscheidenden 4:1 – als Florian Hamberger und Stefan Krumbiegel stark vorarbeiteten. Andreas Huber auf Zuspiel von Hamberger setzte dann fünf Minuten vor dem Ende den Schlusspunkt zum 5:1.

„Einfach nur geil und super für diesen Verein!“ Die spontane Wertung des wieder stark verteidigenden Teamsprechers Georg Critharellis fiel kernig-klar und euphorisch aus. „Nicht nur die Mannschaft hat einen großen Anteil an diesem Erfolg, sondern auch das Tolle Team hinter dem Team und die Zuschauer.“ Der Umstand, in der Stunde eines großen Erfolges nicht wichtige Macher zu vergessen, zeichnet echte Teams aus:. „Bitte vergesst nicht, den Winni Schäffer hochleben zu lassen“, merkte Critharellis an. Im Vorjahr war jener Mann nach schwerer Krankheit verstorben, der das Erfolgsmodell ERSCO lange Jahre in verschiedensten Funktionen von Nachwuchs bis zur erster Mannschaft – zuletzt als stets umtriebiger und omnipräsenter Technischer Leiter – entscheidend mit geformt hatte. Der bescheidene Winni hätte am Feier-Sonntag in Regen wohl gern mitgejubelt. Irgendwie war er dabei an diesem großen Tag des ERSC Ottobrunn.

ERC Regen - ERSC Ottobrunn 1:5 (1:2/0:1/0:2)

Strafminuten: 16 / 18 Zuschauer: 255

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