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ERSC Ottobrunn rückt dem Landesliga-Aufstieg immer näher

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Von: Harald Hettich

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Ottobrunn – Der ERSC Ottobrunn strebt mit großen Schritten der Eishockey-Landesliga entgegen. Nach dem fulminanten 12:1-Heimerfolg gegen den EV Königsbrunn Pinguine am Freitag (wir berichteten) gewannen die Ottobrunner am Sonntagabend auch das Rückspiel am Lech.

Für den finalen 6:4-Erfolg gegen personell aufgestockte und spielerisch verbesserte Schwaben mussten die Schützlinge von ERSCO-Trainer Peter Vorisek allerdings ein gewaltiges Stück Arbeit leisten. Besonders haderten die Gäste vom Haidgraben mit diversen Schiedsrichterentscheidungen. Weil die Ottobrunner weit mehr Strafzeiten verbuchten als Königsbrunn, mussten die Oberbayern sehr viel Zeit in Unterzahl agieren. „Viele geblockte Schüsse, ein irrer Kampfgeist der Mannschaft“, attestierte Teamsprecher und Verteidiger Georg Critharellis nach den 60 bewegten Minuten. „Den Gastgebern war von Anfang an fast jedes Mittel recht, um ein drittes Spiel zu erzwingen, aber wir haben diesen Kampf von Beginn an angenommen.“

Nach einem Spiel mit harten Bandagen konnten die Puckjäger aus dem Landkreis mit ihren rund 25 mitgereisten Anhängern den wichtigen Etappenerfolg in Richtung Aufstieg feiern. Es zeichnete sich schnell ab, dass die Partie in Königsbrunn kein Selbstläufer werden würde. Im ersten Drittel entwickelte sich eine abwechslungsreiche Partie. Angreifer Thomas Zorn brachte nach Zuspiel von Thomas Huber die Gäste in der achten Minute in Führung. Nach Voigts Ausgleich für die Hausherren (12.) schaffte Markus Hulm im Gegenzug auf Zuspiel von Feilmeier und Critharellis erneut die Führung. Als Florian Hamberger per schöner Einzelleistung (14.) zum 3:1 erhöhte, schienen die Ottobrunner auf gutem Weg. Doch der starke Voigt brachte sein Heimteam kurz vor Ende des ersten Abschnittes wieder heran.

Im Halbfinale wartet die letzte Hürde

Der torlose Mittelabschnitt war dann gekennzeichnet von vielen harten Eisduellen auch abseits des Pucks. In einer zerfahrenen Partie hatten die Ottobrunner jetzt besonders viele Strafzeiten zu verkraften. Doch der Wille zum erneuten Erfolg war bei den Vorisek-Jungs spürbar. In Dauer-Unterzahl hielt Goalie Severin Dürr seinen Kasten mit tollen Reflexen sauber.

Im Schlussabschnitt drehten die Ottobrunner dann noch einmal gewaltig an der Spiel- und Temposchraube. Der in der bisherigen Spielzeit überragende Tscheche Adam Kofron lief jetzt zu Hochform auf. Seinem Solo zum 2:4 in der 46. Minute ließ der Sturmführer der ersten ERSCO-Reihe in Minute 48 gleich noch das 5:2 folgen - als Hulm den stocktechnisch versierten Mittelstürmer elegant in Szene gesetzt hatte. Doch die Königsbrunner kämpften und profitierten weiter von vielen verhängten Strafzeiten gegen die Gäste. Knopf brachte sein Team auf 3:5 heran (52.). Als Königsbrunn in den finalen Spielsequenzen seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm, zeigte der Ottobrunner Tscheche sich eiskalt im Konter: Auf Zuspiel-Stafette von Daniel Carvalho und Georg Critharellis vollendete Kofron per Empty-Net-Goal mit dem 6:3 zur endgültigen Entscheidung (58.). Knopfs vierter Königsbrunner Treffer sechs Sekunden vor der Schlusssirene war nur noch Kosmetik. Trainer Peter Vorisek war „stolz auf das Team“.

Im für den Aufstieg letztlich entscheidenden Halbfinale treffen die Ottobrunner demnächst auf den Sieger des Aufeinandertreffens zwischen dem ERC Regen und dem ESV Gebensbach. Dort ist erst eine Partie absolviert. Durch den klaren 11:3-Heimsieg Regens in Spiel eins deutet vieles auf ein entscheidendes Duell gegen die Niederbayern aus dem Bayerischen Wald hin. „Erst einmal haben wir jetzt ein spielfreies Wochenende“, verkündete Critharellis die nähere Zukunft bis zum Halbfinale nach Fasching.

EV Königsbrunn Pinguine - ERSC Ottobrunn 4:6 (2:3 / 0:0 / 2:3). Strafminuten: 12 Königsbrunn - 31 + Disziplinarstrafen 20 min. (Feilmeier) + 10 min. (Critharellis) ERSCO; Zuschauer: 125

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