Robert Gasser

Kommentar

Gute Teams sollten nicht bestraft werden

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Sollte die Fußball-Saison abgebrochen werden, wäre es fair, wenn die Teams, die auf den Aufstiegs-Relegationsplätzen liegen, auch aufsteigen dürften. Ein Kommentar von Robert Gasser.

Jetzt hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) den Rahmen vorgegeben, bis wann nahezu uneingeschränkt trainiert werden muss, um die Corona-Saison doch noch sportlich zuende zu bringen. Sollte bis 19. April nicht trainiert werden dürfte, wovon aufgrund der stark steigenden Corona-Zahlen auszugehen ist, wird zunächst der Liga-Pokal gekippt. Sollte dann am 3. Mai noch immer kein voll umfängliches Mannschaftstraining möglich sein, wird die Saison komplett abgebrochen. Zur Erinnerung: Im Fußball befinden wir uns immer noch in der Saison, die im Sommer 2019 – ein gutes halbes Jahr vor Ausbruch der Pandemie – begonnen hat.

Die meisten Spieler, Trainer und Funktionäre dürften die Entscheidung des BFV begrüßen, denn nun herrscht endlich Klarheit.

Und es besteht die berechtigte Hoffnung, dass – falls die Impf-Kampagne demnächst endlich Fahrt aufnimmt – im Sommer wieder der normale Betrieb auf den Fußballplätzen anlaufen würde.

Bitter wäre der Saisonabbruch – Stand jetzt – für die Mannschaften, die auf den Aufstiegs-Relegations-
plätzen stehen. Relegationsspiele würden nämlich nicht stattfinden. Was nichts anderes bedeutet, als dass Mannschaften, die zwei Jahre lang eine gute Saison gespielt haben, bestraft würden. So wie beispielsweise der FC Deisenhofen, der immer noch auf den Aufstieg in die Regionalliga hofft. Sportlich fair wäre es, Mannschaften, die auf einem Relegationsplatz nach oben stehen, aufsteigen zu lassen. Die Spieler sind alle heiß auf Fußball. Da könnte die kommende Saison größere Ligen durchaus vertragen.

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