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Rutschiger Untergrund: Maxi Ma ier (l.) fährt in Albstadt auf Rang 15 unter Deutschlands besten Cross-Radlern.

Garchinger fährt bei Cyclo-Cross-DM auf Rang 15

Reifenplatzer stoppt Maxi Maiers Aufholjagd 

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Man muss das Radfahren schon sehr mögen, um bei den Deutschen Meisterschaften im Cyclo-Cross, wie Querfeldein-Rennen mittlerweile im schönsten neudeutsch heißen, auf das mit Stollenreifen bewehrte Rennrad zu steigen. So wie Maxi Maier aus Garching beispielsweise. Der 27-Jährige erreichte in Albstadt als 15. unter 50 Startern das von ihm angestrebte Ziel, war aber dennoch nicht ganz zufrieden.

Garching– Verständlich. Bei der Hatz durch Matsch, Sand, Wasser, über Treppen und Hindernisse auf der Schwäbischen Alb wechseln die Fahrer normalerweise jede Runde ihr verschlammtes gegen ein von Helfern gereinigtes Gefährt. Bei Maier ging das nur zu Beginn des Rennens über diesieben 2,6 Kilometer langen Runden.

Verdrecktes Kettenblatt: Matsch, Sand und Rasen bringen den schnellsten Radler aus dem Tritt.

Er sei von Platz 30 ausgezeichnet gestartet und habe nach der ersten Runde schon auf Platz 18 gelegen. „Auf den Laufpassagen konnte ich mehr und mehr Zeit gewinnen und bei den Flachpassagen bisschen rausnehmen. Alles lief wie am Schnürchen“, sagt Maier. Doch dann – er hatte sich bereits auf Rang 12 vorgearbeitet – „knallte es hinten einmal kurz und mein Hinterrad war platt“. Das kostet ihn einige Plätze bis er in der Wechselzone mit dem neuen und jetzt einzigen Rad die erneute Aufholjagd begann. Sein Nachteil: Anders als die Konkurrenten, die weiter die Räder wechseln konnten, verschlammten sein Fahrrad in jeder Runde Meter für Meter mehr, bis sich die Räder irgendwann einfach nicht mehr drehen ließen. Maier schleppte also diese Extra-Kilos Runde für Runde mit und musste „vier-, fünfmal meine Kette wieder neu auflegen, da der Matsch diese vom Kettenblatt verdrängt hatte“.

Die Strecke in Albstadt habe es richtig in sich gehabt. Durch die Rennen am Vortag sei der Parcours total aufgeweicht und matschig gewesen, berichtet Maier. Es hätten sich felgentiefe Spurrillen gebildet, „die bei den Minustemperaturen über Nacht gefroren sind. Teilweise sind diese bis zu unserem Start aufgetaut, teilweise blieben sie gefroren. Das machte das Ganze unberechenbar, glatt und teilweise unbefahrbar.“

Angesichts dieser Umstände ist Maier mit seinem 15. Platz zufrieden gewesen, dass es ohne den Defekt zu einem Rang unter den besten Zehn hätte reichen können „ärgert mich natürlich ein bisschen“, gibt der Garchinger zu, der die Cross-Saison mit den deutschen Titelkämpfen beendet hat. In der sprang für ihn der bayerische Vizemeister Titel und einige Podestplätze und Siege heraus (wir berichteten).

Drei Wochen gönnt sich der 27-Jährige nun eine Pause. Wobei das in seinem Fall nicht bedeutet, mit der Jogginghose auf dem Sofa zu liegen. Maier macht dann nur noch zwei- bis dreimal pro Woche Sport. „Eine lockere Skitour oder unter der Woche locker laufen ohne auf Leistungs- und Pulswerte schauen zu müssen“. Im Februar beginnt Maxi Maier auf Mallorca wieder mit dem Training für die neue Mountainbike-Saison. Sonne und Meer statt Schatten und Matsch.

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