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TC Großhesselohe liebäugelt mit der 2. Liga

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Jesika Maleckova vom TC Großhesselohe: Schlägt sie ihre beidhändige Rückhand künftig in der 2. Liga? Foto: rmf
Jesika Maleckova vom TC Großhesselohe: Schlägt sie ihre beidhändige Rückhand künftig in der 2. Liga? Foto: rmf

Großhesselohe - Der TC Großhesselohe muss abwägen, ob nach dem Regionalliga-Titel der Damen das Aufstiegsrecht in die 2. Liga wahrgenommen wird. Noch ist alles offen.

Von Robert M. Frank

Großhesselohe - Beim TC Großhesselohe stecken sie zurzeit in der Zwickmühle. Die Damenmannschaft hat gerade nach einer starken Saison die Regionalliga-Meisterschaft eingefahren und sich damit das Aufstiegsrecht zur 2. Liga gesichert (wir berichteten). Ob man in der Pullacher Straße das Aufstiegsrecht auch wahrnimmt, hängt vom Abschneiden zweier weiterer TCG-Teams ab. Sollten sowohl die Herren, die am 12. Juli beim MTTC Iphitos München in die Saison in der 2. Bundesliga Süd starten, als auch die aktuell in der Regionalligatabelle souverän führende Herren 30-Mannschaft im nächsten Sommer in einer der beiden höchsten deutschen Ligen stehen, muss Präsident Bernard Eßmann abwägen: welches Team muss er einen Bundesliga-Start eventuell verwehren. „Wir werden nicht mit drei Mannschaften in der Bundesliga spielen“, stellt Eßmann klar.

Dem Verein fehlen die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten, um ein Bundesliga-Trio zu unterhalten. Zwar habe man laut Eßmann die finanziellen Mittel im Verein mit über 700 Mitgliedern. Diese müsse man jedoch auch für Instandhaltungskosten und anstehende Renovierungsarbeiten einplanen. „Wir können nicht alle finanziellen Mittel in die Profi-Mannschaften stecken“, betont Eßmann. Der TCG-Chef möchte noch den Verlauf der Herren-Saison abwarten, um bis spätestens im Herbst mit potenziellen Sponsoren zu sprechen. Bis spätestens dann müsse man auf dem Spielermarkt Neuzugänge für Sommer 2016 anwerben.

Einen Lichtblick gibt es für die Damen, nach sechs Jahren wieder in die 2. Liga zurückzukehren: Der Namenssponsor des Regionalliga-Teams, ein Münchner Unternehmen aus der Versicherungsbranche, könnte den Einjahresvertrag verlängern und damit eine Zweitliga-Saison gewährleisten, in der der Verein sich teurere Neuzugänge leisten müsste, um mitzuhalten. „Wenn dieser Sponsor verlängert, dann gehe ich davon aus, dass wir das Aufstiegsrecht wahrnehmen“, sagt Eßmann, der in der 2. Liga mit höheren Fahrt- und Nebenkosten als in der Regionalliga rechnet. Aus sportlicher Sicht würde sich ein Verzicht fatal auf die Stimmung der Damen auswirken. „Das wäre frustrierend für die Moral“, weiß der in der Herren-40-Mannschaft des TCG in der Regionalliga aktive Präsident.

Sollte man das Aufstiegsrecht wahrnehmen, würde Trainer Karsten Schulz prinzipiell mit dem gleichen Team gerne weitermachen, weil man dann auch bei einem möglichen Abstieg keinen Umbruch befürchten müsse. Das Problem: Eine Alternative zu Neuverpflichtungen wird es aber wohl nicht geben, das weiß auch Eßmann: „Es ist unrealistisch mit derselben Mannschaft eine Liga höher zu spielen. Da müsste man investieren.“

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