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Haching Baskets in der Außenseiterrolle

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Von: Harald Hettich

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Hofft auf die Außenseiterchance: Stavros Tsoraklidis, Trainer des TSV Unterhaching.
Hofft auf die Außenseiterchance: Stavros Tsoraklidis, Trainer des TSV Unterhaching. © Riedel

Unterhaching – Der sportliche Jahresausklang für die Basketball-Aufsteiger des TSV Unterhaching in der Ersten Regionalliga Süd und deren Aufgalopp ins neue Sportjahr könnte sich schwieriger kaum gestalten. Beim Kampf um einen Playoff-Platz in der nur acht Teams umfassenden Süd-Staffel kommt dem gleich doppelten Kräftemessen mit dem bisher ungeschlagenen VFL Treuchtlingen einige Bedeutung zu.

Am heutigen Freitag (20 Uhr) muss die Mannschaft von Chefcoach Stavros Tsoraklidis zunächst zum Nachholtermin auswärts bei den Mittelfranken antreten. Im Januar steht dann als Premiere 2022 das Re-Match im Schulsportzentrum am Sportpark an (Samstag, 15. Januar, 17 Uhr).

Vor dem Match bei den Altmühl-Städtern allerdings zeichnet sich die Tabelle der höchsten deutschen Amateurspielklasse durch eine Pandemie bedingte Schieflage aus. Währen die derzeit auf Playoff-Platz vier rangierenden Liganeulinge aus Unterhaching bei 4 Siegen und drei Niederlagen bereits sieben Partien ausgetragen haben, hat der Ligamitfavorit mit glatter 4:0 Serie als Zweiter hinter dem Überfliegerteam Leitershofen (8:0) drei Partien weniger als die Oberbayern ausgetragen. Ein Vorteil für die Hachinger könnte sein, dass Treuchtlingen angesichts der bereits vier Wochen zurückliegenden Partie gegen die Talente des FC Bayern (97:75 Erfolg in eigener Halle) etwas die Spielpraxis fehlt. „Es ist schon ein Unterschied, dass wir nur knapp zwei Wochen Auszeit hatten“, bemerkt Tsoraklidis mit Blick auf den jüngsten Hachinger Overtime-Erfolg (100:84) gegen Vilsbiburg Anfang des Monats.

„Wir sind in dieser Konstellation zwar der klare Außenseiter“, räumt der Baskets-Coach ein. „Doch wir rechnen uns schon einiges aus“. Man habe die vergangenen beiden Wochen intensiv trainiert und dreimal wöchentlich an den „Essentials“ gearbeitet. Zudem steht bis auf den aus privaten Gründen absenten Guard Hergi Gjergji steht laut Tsoraklidis der gesamte Kader zur Verfügung. „Vielleicht haben wir gegen Ende der Partie etwas mehr Luft“, hofft der Deutsch-Grieche.

Denn Treuchtlingen ist bekannt für eine sehr kurze Bank. Mehr noch: Die vier Leistungsträger Huhn, Geiselsöder, Beierlein und Schmoll von Langzeit-Coach Stephan Harlander bilden nicht nur seit vielen Jahren das Gerüst des Regionalliga-Urgesteins . Das Kleeblatt agiert auch meist mehr als drei Viertel der Spielzeit geschlossen auf dem Court.

Auch der ansonsten mit Ausrufezeichen zu versehende Heimvorteil des VFL relativiert sich dieser Tage. Wo sonst in der Senefelder-Halle fast 1000 Zuschauer regelmäßig einen ligaweit gefürchteten Hexenkessel entfachen, sind heute nur 200 jeweils mit 2G Plus ausgewiesene Zuschauer erlaubt. „Dennoch bleibt es ein schwerer Gang“, betont Realist Tsoraklidis. Recht hat er. Aber ein bisserl was geht halt immer. HARALD HETTICH

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