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Haching-Baskets kommen zu spät in Fahrt

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Von: Harald Hettich

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Spart nicht mit Kritik an seiner Mannschaft: Haching-Coach Stavros Tsoraklidis.
Spart nicht mit Kritik an seiner Mannschaft: Haching-Coach Stavros Tsoraklidis. © Robert Brouczek

81:90-Niederlage bei Tabellenführer hapa Ansbach

Unterhaching – Die Baskets des TSV Unterhaching haben beim 81:90 (33:50) in Mittelfranken bei Tabellenführer hapa Ansbach die dritte Saisonniederlage im sechsten Spiel eingefangen. In der engen, nur sieben Teams umfassenden Südstaffel rutschten die Schützlinge von Trainer Stavros Tsoraklidis mit nur noch 3:3 Siegen am Ende der kurzen Hinserie auf Platz vier und damit an den äußersten Rand der Playoffzone. Vor rund 250 Zuschauern in Ansbach fanden die Weiß-Blauen lange keinen Zugriff gegen die klug agierende Offense der heimischen „Piranhas“. Die Aufholjagd im dritten Viertel kam zu spät. „Es wird bei uns langsam leider zur Routine, zumindest das erste Viertel komplett zu verschlafen“, sparte Tsoraklidis nach der Partie nicht mit deutlicher Kritik an seiner Truppe. „Wir müssen schleunigst aufwachen und Spiele gewinnen, um unsere Playoff-Pläne nicht vorzeitig begraben zu müssen“. Richtig: Der Blick in die Statistik mit teilweise klaren Vorteilen des Gegners in den wichtigen Kategorien von Rebound-Entschlossenheit bis Assist-Kreativität dürfte dem Trainer Warnung genug sein.

Ins Ansbach wirkte die Landkreistruppe vor der Pause seltsam uninspiriert. Mit Zwischenständen von 0:9 nach wenigen Minuten und 6:20 tief im ersten Viertel bauten sich die Oberbayern beim Start-Ziel-Sieg der Franken früh eine letztlich zu schwere Hypothek auf. „Wir hatten vor dem Seitenwechsel keinerlei funktionierende Defense gegen einen Gegner zur Verfügung, der wiederum unsere Defensivschwächen gnadenlos ausnutzte“, analysierte Deutsch-Grieche. Auch die beiden etatmäßigen Powershooter Niklas Kropp und Mirjan Broening wareb vor der Halbzeit keine echten Faktoren für die Hachinger. Allein der emsige Daniel Gebray rief in Halbzeit eins Normalform ab.

Es bedurfte deutlicher Pausen- und Auszeit-Worte vonseiten eines spürbar angesäuerten Baskets-Trainers, um seine Jungs nach einem 17-Punkte-Rückstand in Durchgang zwei auf die Spur zu setzen. Über welche spielerischen Talente das Team vom Hachinger Bach grundständig verfügt, zeigte die Mannschaft jetzt. Zur Hälfte des dritten Abschnitts hatten die Baskets durch eine jetzt geschlossene Teamleistung den Rückstand auf nur noch -fünf Punkte eingedampft (50:55 / 25.). Doch just als die Mannschaft zum Höhenflug ansetzte, bissen die Piranhas mit drei Dreiern in Serie zurück. So gingen die Platzherren trotz des Hachinger Zwischenhochs mit einer 12-Punkte-Führung (68:56) in das letzte Viertel. Die Baskets zeigten zwar auch in dieser Phase ihrerseits Biss und hielten mit aggressiver Zonenpresse dagegen – doch näher als beim 88:79 sollten die Gäste nicht mehr heranschnuppern. Die Franken brachten den Erfolg letztlich routiniert über die Ziellinie. „Ich weiß nicht wirklich, warum wir zum Auftakt wiederholt schon so pomadig agieren. Ich muss das noch einmal genau recherchieren und aufarbeiten“, haderte Tsoraklidis beim Blick auf die Statistiktafel. „Hier war deutlich mehr drin“, betonte er. Gut 250 unlustige Heimfahrt-Kilometer boten wenigstens ausreichend Gelegenheit zur Aufarbeitung.

TSV: Kropp 21 Punkte / 6 Rebounds / 2 Assists, Gebray 20/6/3, Broening 12/3/2, Schoentgen 7/2/-, Marchesan 5//2/-, Breitreiner 4/3/-, Gjergji 4/1/-, Hohn 3/2/-, Raab 3/6/1, Rauch 2/3/1, Amrhein -/2/- und Lietz (ohne Score).

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