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Ziege: „Es macht echt Spaß“

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Selbst der Verlust von zwei Leistungsträgern verdirbt Hachings Trainer Christian Ziege die gute Laune nicht. © Robert Brouczek

Drei Tage noch, dann beginnt in der Dritten Liga für die SpVgg Unterhaching wieder der Ernst des Lebens. Trainer Christian Ziege sieht sein Team bestens vorbereitet. Und trotz der zwei schmerzhaften Abgänge gut gerüstet für den Kampf um den Klassenerhalt.

Unterhaching – Ein „brutaler Verlust“ sei Stürmer Andreas Voglsammer, der zum Zweitligisten Heidenheim gewechselt ist, gibt Ziege zu, „er hat sich bei uns unglaublich weiterentwickelt.“ Dass mit Michael Zetterer ein weiterer Stammspieler vorzeitig Abschied nehmen würde, schien der Cheftrainer am Samstag nach dem 6:0 bei der Generalprobe gegen Regionalligist Heimstetten längst geahnt zu haben, als die beiden anderen Keeper noch einmal je 45 Minuten vorspielen durften. „Aber das ist eben der Weg, den wir gehen“, sagt Ziege. Nun sind andere in der Pflicht, ihren Beitrag zum Klassenerhalt zu leisten, im Tor wie auch im Angriff. Dass sie dies tun werden, das steht für Hachings Coach außer Frage. Die Entwicklung der jungen Mannschaft sieht er als großes Plus. „Viele Spieler haben eine sehr, sehr gute Entwicklung genommen“, sagt er, „das ist schön zu sehen.“ Die größten Fortschritte: Die „Ruhe am Ball“ zu haben und „bereit zu sein, gegen den Ball zu arbeiten“. Alle Spieler seien „in einer guten Verfassung, die komplette Mannschaft hat brutal gearbeitet. Wir sind in der Lage zu marschieren.“ Für den Rest der Rückrunde ist Haching gerüstet. Und für Ziege gilt das gleiche wie offensichtlich für die ganze Mannschaft: „Es macht echt Spaß!“ Wie der Rest der Runde verläuft und ob am Ende das Ziel Klassenerhalt erreicht wird, ist dagegen weiterhin die von vielen Unwägbarkeiten begleitete Unbekannte. Zwar konnte sich die SpVgg ein kleines Polster von fünf Punkten auf die Abstiegsränge erspielen, beruhigend ist das aber noch längst nicht. Gleich dem ersten Spiel in Großaspach – derzeit als 18. auf dem ersten Abstiegsplatz – kommt da eine große Bedeutung zu. „Was in der Rückrunde passiert, kann man schwer vorhersagen“, weiß Ziege, der vor allem eins als wichtig sieht: „Wir müssen Phasen wie in der Hinrunde vermeiden, wo wir lange nicht gewonnen haben. Klar werden wir auch wieder Spiele verlieren, aber so einen Negativlauf sollten wir möglichst nicht mehr haben.“ Das wiederum hängt für den Trainer auch „am Selbstvertrauen“. Und da hat sein Team Fortschritte gemacht, glaubt er. Wo die größten Baustellen sind? „Die ganze Mannschaft ist in Unterhaching eine Baustelle. Aber das ist gar nicht negativ gemeint und ganz normal.“

Christian Amberg

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