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Hachings Basketballer hat die Realität wieder

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Mit 29 Punkten war Niklas Kropp einmal mehr Hachings Topscorer.
Mit 29 Punkten war Niklas Kropp einmal mehr Hachings Topscorer. © Christian Riedel

Unterhaching – Die Basketballer des TSV Unterhaching sind spätestens nach der 74:86 (29:42) Niederlage im Derby beim MTSV Schwabing in den harten Realitäten der Ersten Regionalliga Süd angekommen. Eine Woche nach der eher einkalkulierten Niederlage gegen den souveränen Spitzenreiter Leitershofen fuhren die Schützlinge von Trainer Stavros Tsoraklidis gegen die junge Truppe aus dem Münchner Norden nach drei Siegen zum Start die zweite Pleite ein.

Mit 3:2 Siegen freilich liegt der Aufsteiger exakt noch auf jenem Playoff-Platz vier, der am Ende der Serie in der acht Mannschaften starken Südstaffel für die Playoffteilnahme und damit den vorzeitigen Klassenerhalt reichen würde.

Anders als in Normalzeiten war der Schwabinger „Dschungel“ inmitten der Pandemie dieses Mal nur ein zahlenmäßig äußerst überschaubarer Hexenkessel. In der Startphase der Partie zeigten beide Mannschaften ihre spielerisch starken Potenziale auf. Das Tsoraklidis-Team hatte im ersten Quarter einen ordentlichen Lauf. Vor allem Topscorer Niklas Kropp setzte frühe Akzente im Abschluss und unter beiden Körben. Nach zehn Minuten lagen die Gäste folgerichtig mit 20:17 in Front. Was folgte, war das schwächste Viertel des Aufsteigers in der bisherigen Saison. Der Gast fand keinen Zugriff auf die immer schwungvoller agierenden Schwabinger. Vor allem deren überragendes Scoring-Dreigestirn mit Szjmczyk, (23 Punke und acht Rebounds insgesamt), Müller (18 /5 plus sechs Steals) sowie Mukuna (16/5) wirbelte eine in dieser Phase indisponierte Hachinger Defense gehörig durcheinander. Zu allem Übel wollten auch in der Offense die Bälle nicht mehr in den Korb finden. Mit 9:25 musste der zweite Abschnitt abgeschrieben werden. Der Männer-Turn-und-Sportverein hatte sich eine verdiente 42:29-Pausenführung herausgearbeitet.

Der Ausrutscher des schwachen zweiten Viertels sollte sich als spielentscheidend entpuppen. Zwar konnte sich der Gast nach klarer Pausenansprache des Trainers und nach einigen taktischen Nachjustierungen die Partie fortan wieder ausgeglichen gestalten. Doch eben auch nicht mehr. Schwabing hatte immer Antworten auf Zwischenspurts von Kropp und Co. Mit 23:23 brachte das dritte Viertel keine Veränderung. Im letzten Abschnitt fehlte dem TSV dann jener notwendige Zündfunke, der die Partie noch einmal spannender hätte gestalten können. Näher als beim 68:78 in Minute 37 kam Unterhaching nicht mehr heran. Am Ende brachten die Jungspunde aus München trotz eines knappen 22:21 für Haching im Schlussabschnitt die Partie souverän zu Ende. Somit konnten sich die Hachinger Himmelstürmer auch nichts davon kaufen, in fast allen relevanten Teilbereichen von Rebound bis zu Assists und Turnover die Statistiknase vorn zu haben. Drei ordentliche Viertel waren schlicht nicht genug. HARALD HETTICH

Topscorer TSV Unterhaching: Kropp 29 Punkte / 9 Rebounds / 3 Assists, Hohn 13 /6 , Schmitt 12

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