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Hachings Basketballerinnen steigen auf

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Von: Harald Hettich

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Trotz des Aufstiegs in die Bayernliga ist für ihn beim TSV Unterhaching vorerst Schluss: Trainer Forian Pöppl
Trotz des Aufstiegs in die Bayernliga ist für ihn beim TSV Unterhaching vorerst Schluss: Trainer Florian Pöppl. © Hettich

Die Basketball-Damen des TSV Unterhaching steigen nach langem Hin und Her im Bayerischen Basketballverband (BBV) in die Bayernliga Süd auf.

Unterhaching – Der Verein nahm seine sogenannte Anwartschaft nach einer Corona bedingten Rumpfsaison mit nur sieben Spielen in der Bezirksoberliga Oberbayern als Tabellenprimus mit sechs Siegen und nur einer Niederlage wahr und will ab der kommenden Spielzeit zusammen mit Mit-Aufsteiger MTV München eine Etage höher auf Körbejagd gehen.

Trotz der Freude über die sportliche „Beförderung“ in die Bayernliga hat der Verein aber in der verbleibenden Sommerzeit bis zum Beginn der neuen Spielzeit im Herbst einige Baustellen abzuarbeiten. „Ich stehe als Trainer der Damen-Mannschaft nicht mehr zur Verfügung“, bestätigte der jetzt scheidende Coach Florian Pöppl auf Nachfrage des Münchner Merkur. Pöppl betonte, es sei kein Scheiden im Streit. Vielmehr ist der Beamte beim Landeskriminalamt beruflich sehr stark gefordert und spielt selbst noch auf relativ hohem Niveau der Zweiten Regionalliga erfolgreich Basketball beim Münchner BC Hellenen. „Alles zusammen ist es mir jetzt zu viel geworden“, bekannte Pöppl realistisch. Zumal der erfolgreiche Trainer nach vier Jahren beim TSV ohne Trainerlizenz diese für die Bayernliga „nacharbeiten“ müsste. „Ohne Trainer-Lizenz geht in der Bayernliga gar nichts“, bekannte er. Doch dafür fehle schlicht die Zeit.

Den Kontakt zum Verein freilich will der 33-jährige Taufkirchner in keinem Fall abreißen lassen. „Ich kann mir in einigen Jahren eine Rückkehr gut vorstellen“, bekannte er. Vorerst allerdings muss der Verein umplanen. In die Suche nach der Besetzung der wichtigsten Planstelle im Team ist der scheidende Coach noch mit eingebunden. „Es ist sehr schwer derzeit, eine Nachfolge zu generieren“, ist sich Pöppl in der Einschätzung einig mit dem TSV-Basketball-Abteilungsleiter Alexander Pislor. Allerdings liefen Sondierungen mit möglichen Kandidaten bereits. Doch nicht nur auf der Kommandobrücke besteht bei den Damen vor dem Gang in die Bayernliga akuter Handlungsbedarf. Auch der Kader braucht reichlich Auffrischung. So wird Stamm-Center Kimberly Bornemann nach abgeschlossenem Studium in ihre Heimat Köln zurückkehren und dem Verein nicht mehr zur Verfügung stehen. „Zudem sind fast zeitgleich drei Spielerinnen schwanger geworden.“ Pöppl und Pislor wollen hier keine Namen nennen.

Aber damit sei ein ganzes Quartett weggebrochen. Weil man für die Bayernliga auch qualitativ zulegen muss, wird nun kräftig an allen Strippen gezogen. „Wir sind Gott sei Dank gut vernetzt und hoffen so auf diverse Verstärkungen bis zum Herbst“, verrät der bisherige Übungsleiter. Anreiz genug dürfte für potentielle Neuzugänge ja bestehen. So ein Aufstieg ist eine schöne Sache. Auch wenn er in diesen Pandemiezeiten eher ungewöhnlich daherkommt.

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