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Hachings Basketballerinnen vor Aufstieg?

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Von: Harald Hettich

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Verlangt baldige Planungssicherheit: TSV-Damen-Basketball-Coach Florian Pöppl weiß derzeit noch nicht, in welcher Liga es für seine Damen in der kommenden Saison weitergeht.
Verlangt baldige Planungssicherheit: TSV-Damen-Basketball-Coach Florian Pöppl weiß derzeit noch nicht, in welcher Liga es für seine Damen in der kommenden Saison weitergeht. © Archiv hh

Corona könnte TSV-Damen in die Bayernliga spülen – Lage ist unklar

Unterhaching – Eine Corona bedingt irre Saison könnte für die Basketballerinnen des TSV Unterhaching in der Bezirksoberliga ebenso irre enden. Obwohl der Tabellenführer in einer neun Teams umfassenden Oberbayern-Staffel Pandemie bedingt nur sieben Partien und damit rein rechnerisch wie sportlich nicht einmal die Hinrunde abschließen konnte, steht den Korbjägerinnen vom Hachinger Bach womöglich doch noch der Aufstieg in die Bayernliga ins Haus. Mit sechs Siegen aus jenen Partien weisen die Schützlinge von Trainer Florian Pöppl nach dem Mitte Mai beschlossenen „Abpfiff“ der Grundsaison den deutlich besten Quotienten (0,857 / Siege : Spiele) auf und dürften sich nach gegenwärtigem Stand damit eines der beiden Aufstiegstickets sichern.

Die Quotienten-Regelung brachte der Bayerische Basketball-Verband (BBV) aufgrund der tabellarischen Schieflage ins Spiel. Denn die Teams haben zwischen drei und neun Partien absolviert. Eine reine Punkterechnung verbietet sich somit.

Doch die Saison bleibt irre. Denn Stand heute ist nicht geklärt, ob die Quotienten-Regel nun wirklich zur Anwendung kommt – oder doch noch eine Mini-Playoffturnier die Aufstiegsfrage regeln soll. Der Verband wollte dies ansetzen. Doch aus kollektivem Personalmangel – bei Haching steht derzeit nur gut die Hälfte des Kaders einsatzfähig zur Verfügung – wurde die Austragung fallen gelassen. „Wir haben leider immer noch nichts Greifbares“, hadert der TSV-Coach angesichts der Entscheidungen am grünen Tisch.

Pöppl stellt das nicht zufrieden. „Irgendwann brauchen wir ja auch Planungssicherheit – ob wir den sportlich möglichen Aufstieg von Vereinsseite auch stemmen“. Der Hachinger Verantwortliche hat längst klar gemacht, dass ein Aufstieg in die leistungsmäßig viel stärkere Bayernliga für ihn nur mit personell deutlich verstärktem Kader Sinn macht. „Da muss man sich aber zeitnah umsehen, wenn im Herbst die nächste beginnt“, so Pöppl. Dazu müsste er nach einem noch zu absolvierenden Lehrgang auch die Trainerlizenz erwerben, die in der Bayernliga bindend vorgeschrieben ist.

Offene Fragen über Fragen. „Wir müssen ja auch abteilungsintern alles abklären“, verweist der Coach auf durchaus bestehende Zeitnöte. „Wir werden uns dann sicher noch zusammensetzen“, bekundet TSV-Basketball-Chef Alexander Pislor Gesprächsbereitschaft seitens des Vereins beim schwierigen Thema für die Damen. „Jetzt muss aber der Verband auch endlich zu einer Entscheidung kommen“, verweisen Pislor wie Pöppl auf die längst tickende Liga-Uhr. Unsichere Zeiten sind das – eben auch im Basketball.

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