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Bamberger hört als Trainer der Ismaninger Frauen auf

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Von: Guido Verstegen

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Bleibt dem Verein als Coach erhalten: Florian Bamberger kümmert sich in der nächsten Spielzeit um die weibliche A-Jugend. © Dieter Michalek/Archiv

Stühlerücken beim TSV Ismaning: Florian Bamberger ist nur noch bis Ende der Saison Trainer der Bayernliga-Handballerinnen. „Die Vaterschaft hat mir einen schönen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt der 30-Jährige über seine Entscheidung.

Ismaning –Eigentlich hatte Bamberger für mindestens drei Jahre als Coach der Isis geplant: „Das ist ein ganz guter Zyklus – wenn in der Mannschaft eine Entwicklung zu erkennen ist.“ Die gibt es in dem jungen Team zweifellos, und so verwundert der vorzeitige Abschied auf den ersten Blick. Doch der Grund spricht für sich: Bambergers Lebensgefährtin Katrin Berger (31) erwartet im Frühjahr ein Kind. „Ich kenne mich selbst gut genug, um zu wissen, dass ich den ganzen Aufwand einfach nicht betreiben kann, wenn zuhause die kleine Familie auf mich wartet“, sagt der werdende Vater - wohlwissend, dass es ganz ohne Handball auch nicht geht. Und so betreut der scheidende Coach in der nächsten Saison gemeinsam mit Verena Kölzer – sie trainiert aktuell die weibliche B-Jugend des TSV und spielt bei den TSV-Frauen – die weibliche A-Jugend, die damit nach einem Jahr Pause neu durchstartet. „Viele unserer Spielerinnen aus dem A-Jugend-Jahrgang hospitieren gerade bei Nachbarvereinen, sind im Ausland unterwegs oder machen Pause. Wir hatten einfach zu wenig Juniorinnen, um ein wA-Team für 2018/19 zu melden, und das passiert dann eben“, heißt es dazu auf der Website der Handball-Abteilung des TSV. Jetzt ist absehbar, dass zur neuen Spielzeit wieder genug Personal vorhanden ist, „um eine schlagkräftige weibliche A-Jugend in die Bayernliga-Qualifikation zu schicken“. Am 2. Februar (13.30 Uhr, im Stübchen im Erdgeschoss der Hainhalle) stellt die Abteilungsleitung das Konzept und die Trainer in einem kurzen Kickoff vor, beantwortet Fragen von Spielerinnen und Eltern.

Seine aktuellen Schützlinge informierte Florian Bamberger Anfang Januar beim Start in die Vorbereitung auf die Rückrunde, der Mannschaftsrat wusste etwas früher Bescheid. „Der Mannschaftsrat und Flo sind bei der Suche nach einem Nachfolger miteingebunden, erste Gespräche laufen schon. Wir bevorzugen eine interne Lösung, denken aber in alle Richtungen“, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Manfred Bamberger. Er wünsche sich, dass die „Dynamik der positiven Entwicklung im Team nicht unterbrochen wird“.

Seinem Sohn fällt der Abschied nicht leicht: „Die Mannschaft ist mir einfach ans Herz gewachsen, ich will voll und ganz für sie da sein.“ Das könne er als Familienvater nicht leisten – bei dreimal Training in der Woche und 13 Auswärtsfahrten. Im Vergleich dazu ist das Programm der weiblichen A-Jugend überschaubar: Zweimal Training, acht Teams. In jedem Falle werde er die Jugendarbeit beim TSV weiter unterstützen.

Kurios: Bambergers Vorgänger als Trainer der TSV-Frauen war Matthias Schwer – und der ist mit Katrin Bergers Schwester Marina verheiratet. Während Marina aktuell in der Bezirksoberliga für die Isis aufläuft, hat Katrin ihre aktive Laufbahn beendet, trainierte aber auch schon die weibliche C-Jugend des Vereins.

Abteilungsleitung stellt am 2. Februar Konzept für die A-Jugend vor

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